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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Du bist forthin, der Blumen Krön',

Der Liebenden ihr erster Lohn,

Mit dir schmückt selbst die Schönheit sich,Und, wie die Schönheit stets aus dich.Sollst du stets auf die Schönheit warten.

Myr t a.

Mein Lieb', der mich, den ich erkoren!

Wie schnell hat doch sich dein Gesang,

Der Rosen Frischheit, und der GangVon diesem schönen Tag verloren!

Zu Ende gingen Lieb' und Tag;

Die Ros' ist welk; so kann und magDer Mensch nichts preisen überschwenglich.Wenn seine Kunst, Lust, Lob und RuhmUnd Schönheit, wie die zarte Blum',

Nicht wahrhaft, sondern schnell vergänglich.

P h i l o d o r.

Wenn denn die Jahre, Tag' und Stunden,Wenn alle Menschen» alle Ding',

Wie immer köstlich und gering.

Bald von der Zeit sind überwunden;

Wenn unser Leben, Wohl und GlückSo leicht in Einem AugenblickKann ändern oder muß verfließen:

So laß Versprechung nicht seyn lang,

Und habend deinen süßen Dank,

Mich deiner Rosen flugs genießen.

> !»?

Winterlied an die Liebste.

(Don Robert Robertin.) ')

Seelchen, hast du nicht gesehen.

Wie der Wald und alles FeldSich so traurig hat verstellt ?

Hast du nicht das kalte Wehen,

') Er starb im Jahre i6§8.