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Euch, Nosemnund, und einzig euchGebühret in der Schönheit ReichVom Liebesthrvn Befehl zu geben,
Mir aber, euch, die ihr gleichlos, *)
Und aller schönsten schönste Rost,Dienstlich und unterthan zu leben.
Wie in dem Himmel, so auf ErdenKann nichts, als deine HerrlichkeitAn Schönheit und an SüßigkeitDer Rose gleich erfunden werden.
Daher auch, wenn die FrühlingszeitDie Welt erweckt zum Liebesstreit,
Und jugendlich des Erdreich zieret.
Erhebt die Rose sich, zu blüh'n.
Die, als der Blumen Königinn«
Dann unter allen triumphiret.
Der rothe Morgen muß verbleichen.Verliebt, vor einer Rose Zier,
Und küssend läßt er dann auf ihrDer süßen Küsse feuchtes Zeichen.
Auch pflegt verbuhlet Luft und WindVor Eifer und vor Lust geschwindMit ihr die Küsse zu vermischen,
Und sich auf langer HimmelsreistMit ihrer Küsse süßer Speis'
Oft zu erfreu'n und zu erfrischen.
Sobald erwachend sie aufstehet.
Von ihrem Lager, grün und neu.
Sobald sie, immer frisch und frey,
Gleich einer kleinen Sonn' aufgehet:
Da steht man sie, auf hohem Sitz,Bewehrt mit Dornen, scharf und spitz.Die ihre Leibwach' wohl zu nennen,Wahrnehmsnd, daß ihr, wie dem Gold,Schier jedermann gefährlich hold,Schamroth und züchtig gleichsam brennen.
') Ohne Gleichen.