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Lasset den Leidenden tröstend sich sagen;
„Zukunft, die ferne, nur krönet mein Hoffen;
Freundliches Hoffen besänftigt den Schmerz."
Jedem Geschenke der Gegenwart offen,
Jeglicher Freude mit zitterndem SchlagenBebe das leise bewegliche Herz!
Haschet im Fluge den Augenblick!
Freunde, er kehret euch nimmer zurück!
Aber, o laßt pns den Becher der FreudenImmer mit mäßiger Lippe berühren,
Wenn ihn die Höre, die freundliche, reicht!
Nie im Genüsse sich selbst zu verlieren»
Und in den Armen des Glückes bescheiden,
Weise zu bleiben, ist Wenigen leicht.
Bringe den fliehenden AugenblickNimmer die quälende Reue zurück!
Amalie von Im Hof,
Der Gesang von den Rosen*).
P h i l o d o r.
Komm, Myrta, du, der Liebe Wohnung,
Der Schönheit Pracht, der Tugend Zier,
Längst mein Vertrauen für und für.
Jetzt meiner festen Treu' Belohnung!
Komm, Myrta, dieses Frühlings Ruhm,
Und aller Blumen schönste Blum',
Dich zu mir auf das Grün zu setzen.
Daß du dich in der Blumen Zier,
Daß ich der Blumen Zier in dirBeschauend, wir uns beid' ergehen!
Myrta.
Weil Amor nun allein zugegen.
Der stets durch deine Augen mich»
') Do» Georg R„d. Weckherlin, gestorben in der jweyten Hälfte desr?- Jahrhunderts,