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Euphrosyne.
Trauern sollten nicht wir, die Geberinnen der Freude,
Die wir im hohen Olymp ewiges Lächeln verstreu'«.
Aglaja.
Flügel wachsen uns denn, wir entflieh'n der nächtlichen Sorge,Schweben im Rosengewölk' flüchtigen Lieblingen nach.
Thalia.
Er war's, Schwestern, der floh! gebührt es mägdlichen Seelen,So dem Lieblinge kühn folgen durch's weite Gefild'?
Euphrosyne.
Liebe nur wagt und gewinnt! Ich schlüpf Ihm in's sinnende
Auge;
Daß es die Grazie sey, fühlt man, doch weiß inan es nicht!
Aglaja.
Leise lagr' ich mich auf die sanft geöffnete Lippe,
Daß es die Grazie sey, fühlt', wer ihn reden gehört,
Thalia.
Unsichtbar berg' ich mich still in die heilige Tiefe des Herzens;
Und die Charitas krönt lächelnd sein Leben voll Huld.
Friderike Brun.
B 5
Philosoph. Ahtheil. u. Vand.