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Sah sie das Fenster umwebt vom dämmernden Purpur des
Morgens,
Sah das leuchtende Weiß der linnenen Decke des Bettes,
Ruhend darauf des Lilienarms vorglänzende Ründung,
Flisterte, „Mutter, der Tag!" mit leise melodischer Stimme,
Und sprang auf wie im Walde das Reh vom duftenden Lager.
Also schwebete leicht Catalina wie Nebel des Morgens.Kaum vermochte mit freundlich-mühsamer Eile die-MutterGleich zu kommen dem Schritt des freudebeflügelten Mädchens,Angestrahlt und verklärt von der maylichen Röthe des Himmels,Und begrüßt vom tausendfachen Gesänge der Vögel.
Durch den Uferhain, von strömenden Düften umfluthct,Schritten sie vor, gesprächig in steigender Wärme der Hoffnung,Bald zu schau'n die Morgengestalten der Fata Mvrgana.
Jetzo traten hervor die Beyden am Rande des Fruchthains,
Und es empfing sie der Tag, in seiner Herrlichkeit FülleHerrschend über des Meers und der Erde verschmelzende Schönheit.Da begann Catalina, nicht minder schon als der Morgen:
Catalina.
Ach Mütterlein, fast will mir grauen,
Morganens Wunderspiel zu schauen!
Wie seltsam wandelnde GestaltenIm Meere und am Himmel walten!
Mir engt und weitet sich das HerzZugleich in Freude und in Schmerz.
A l t h e a.
Morgana, Kind, ist eine gute Fee;
Drum bebe nicht! Die Zukunft läßt sie unsIm Spiegel schau'n des Himmels und der Flutheu.
Wenn mit der Nacht die Morgenröthe kämpft,
Beginnt ihr Zauberwerk. Dem Bösen nurZeigt sie, — mir schaudert, da ich's sagen soll —
Gräßliche Höllenbilder, die ihn treiben.
Hinabzustürzen in den Meeresgrund,
Wo Ungeheuer grimmig ihn zerreißen.