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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Der Rosengarten zu Worms.

ES gibt nichts Schön'res auf der Welt,

Kein schöner Land als am Rhein,

Nom Herrn zum Garten der Erde bestellt.

Im himmlischen Sonnenschein.

Was wallt da das Blau der Wolken so mild,Gespiegelt in tieser Fluth!

Wo schön von Höh'n und Wäldern umhülltIn sanfter Krümme sie ruht!

Wohl halten im frischen grünenden SchooßDie Berg' und Thäler den Rhein,

Doch mächtig reißt er wieder sich los.

Sich fceyer Ferne zu freu'n.

Wo aber noch breit der Strom sich dehnt,'Noch flach die Gestade hat.

Und die Fernen nur das Gebirg' bekrönt,

Liegt Worms anmuthig, die Stadt.

Zu Worms ein König saß mächtig gar,Günther vom Burgundenland,

Der am ganzen Rheine der Herrscher war.

Der seines Gleichen nicht fand.

Der hörte von einer Kön'ginn die Mähr',Don Jssnland Brunehild,

Daß sie von allen die Schönste wär'.

Und aller Frauen Bild.

Es dürft' aber keiner um sie srey'n.

Der nicht gerungen mit ihr.

Und könnt' er dann nicht Sieger seyn,

So litt ec den Tod dafür.

ES fuhren viel Kön'ge da und HerrnGen Island zum fernen Nord,

Sie wollten sie alle zum Weibe gern,

Doch keiner kehrte von dort.