„Ich muß hinab, ich will nicht zagen!Die Götter schauen aus der Höh';
Die ihr mich wehrlos habt erschlagen.Erblasset, wenn ich aintergeh'!
Den Gast, zu euch gebettet»
Ihr, Nereiden, rettet!"
So sprang er in die tiefe See,
Ihn decken alsobald die Wogen;
Die sichern Schiffer segeln fort.
Delphine waren nachgezogen,
Als lockte sie ein Zauberwort:
Eh Fluthen ihn ersticken.
Beut einer ihm den Rücken,
Und trägt ihn sorgsam his zum Port.
»Leb wohl, und könnt' ich dich belohnendDu treuer, freundlicher Delphin !
Du kannst nur hier, ich dort nur wohnen:Gemeinschaft ist uns nicht verlieh'».
Dich wird aus feuchten SpiegelnNoch Galatea zügeln;
Du wirst sie stolz und heilig zieh'n."
Arion eilt' nun leicht von hinnen,Wie einst er in die Fremde fuhr;
Schon glänzen ihm Korinthus Zinnen,Er wandelt singend durch die Flur.
Mit Lieb und Lust geboren.
Bergißt er, was verloren.
Bleibt ihm der Freund, die Zither nur.
Er tritt hinein: „Vom WanderlebenNun ruh' ich, Freund, an deiner Brust.Die Kunst, die mir ein Gott gegeben ,Sie wurde vieler Tausend Lust.
Zwar falsche Räuber habenDie wohlerworbnen Gaben;
Doch bin ich mir des Ruhms bewußt."