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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
342
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Ich muß hinab, ich will nicht zagen!Die Götter schauen aus der Höh';

Die ihr mich wehrlos habt erschlagen.Erblasset, wenn ich aintergeh'!

Den Gast, zu euch gebettet»

Ihr, Nereiden, rettet!"

So sprang er in die tiefe See,

Ihn decken alsobald die Wogen;

Die sichern Schiffer segeln fort.

Delphine waren nachgezogen,

Als lockte sie ein Zauberwort:

Eh Fluthen ihn ersticken.

Beut einer ihm den Rücken,

Und trägt ihn sorgsam his zum Port.

»Leb wohl, und könnt' ich dich belohnendDu treuer, freundlicher Delphin !

Du kannst nur hier, ich dort nur wohnen:Gemeinschaft ist uns nicht verlieh'».

Dich wird aus feuchten SpiegelnNoch Galatea zügeln;

Du wirst sie stolz und heilig zieh'n."

Arion eilt' nun leicht von hinnen,Wie einst er in die Fremde fuhr;

Schon glänzen ihm Korinthus Zinnen,Er wandelt singend durch die Flur.

Mit Lieb und Lust geboren.

Bergißt er, was verloren.

Bleibt ihm der Freund, die Zither nur.

Er tritt hinein:Vom WanderlebenNun ruh' ich, Freund, an deiner Brust.Die Kunst, die mir ein Gott gegeben ,Sie wurde vieler Tausend Lust.

Zwar falsche Räuber habenDie wohlerworbnen Gaben;

Doch bin ich mir des Ruhms bewußt."