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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Die Bitte kann sie nicht beschämen.

Sie denken nur an den Gewinn.

Doch solchen Sänger zu vernehmen.

Das reizet ihren wilden Sinn.

»Und wollt' ich ruhig lauschen.

Laßt mich die Kleider tauschen:

Im Schmuck nur reißt Apoll mich hin."

Der Jüngling hüllt die schönen GliederIn Gold und Purpur wunderbar;

Bis auf die Sohlen wallt herniederEin leichter faltiger Talar;

Die Arme zieren Spangen;

Um Hals und Stirn und Wange»

Fliegt duftend das bekränzte Haar.

Die Zither ruht in seiner Linken,

Die Rechte hält das Elfenbein.

Er scheint erquickt die Luft zu trinken;

Er strahlt im Morgen-Sonnenschein.

Es staunt der Schiffer Bande;

Er schreitet vorn zum Rande,

Und sieht in's blaue Meer hinein.

Er sang: »Gefährtir.n meiner Stimme!

Komm, folge mir in's Schattenreich!

Ob auch der Höllenhund ergrimme,

Die Macht der Töne zähmt ihn gleich.

Elysiums Heroen,

Dem dunkeln Strom entflohen!

Ihr Friedlichen, schon grüß' ich euch !"

»Doch könnt' ihr mich des Grams entbinden?Ich lasse meinen Freund zurück.

Du gingst, Eurydicen zu finden;

Der Hades barg dein süßes Glück.

Da, wie ein Traum zerronnen.

Was dir dein Lied gewonnen»

Verfluchtest du der Sonne Blick."