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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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339
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Aber auch'der Tod in diesen HöhenIst mir mehr, als Tellus schönster Lohn.

Ha, Triumph! Erhöret ist mein Flehen!

Und so sterbe Phäethon!"

Sprach's. Da öffnet sich mit lautem KrachenDes Olympos lichtumstrahltes Thor.

Götterglanz, nicht anzuschau'n dem Schwachen/

Bricht von Jovis gold'nem Thron hervor.

Schnaubend stürzen da die SonnenpferdeAbwärts, Donner rollt, ein FeuergußTrifft den Jüngling, schleudert ihn zur Erde,

Tief in den Eridanus.

Gries.-

A k i o ».

Arion war der Töne Meister.

Die Zither lebt' in seiner Hand;

Damit ergeht' er alle Geister,

Und gern empfing ihn jedes Land.

Er schiffte goldbeladenJetzt von Tarents GestadenZum schönen Hellas heimgewandt.

Zum Freunde zieht ihn sein Verlangen;Ihn liebt der Herrscher von Korinth.

Eh' in die Fremd' er ausgegangen,

Bath der ihn, brüderlich gesinnt:

Laß dir's in meinen HallenDoch ruhig Wohlgefallen!

Viel kann verlieren, wer gewinnt."

Arion sprach:Ein wandernd LebenGefällt der sreyen Dichterbrust.

Die Kunst, die mir ein Gott gegeben,

Sie sey auch vielen Tausend Lust.

An wohlerworb'nen GabenWie werd' ich einst mich laben.

Des weiten Ruhmes froh bewußt!"

D 2