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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Schön Lieb! hier beut der Rasen RaumFür deinen Freund und dich.'"'

Und schau, o schau das Äpflein rar.

Wie Gold und Jncarnat;

Gestreift, getupft gar wunderbar,

Und würzig wie Muscat.""

Vom schweren Ast der König bogDas ros'ge Äpfelein.

Er pflückt' es freundlich ab, und zogHervor ein Messer klein.

Er schnitt die würz'ge Frucht entzweyVom Grüblein bis zum Stiel.

Nimm hin, nimm hin für Lieb' und Treu'!

Denn ganz wär's mir' zu viel.""

Ach weh, ach weh, Herr und Gemahl,

Mir wird so weh und weich!

Fast scheint die goldgetüpfte Schal'

Dem rothen Giftpilz gleich."

O nein, o nein, fein's Liebchen; ist!

Mit solcher WunderfruchtWard einst im schönen ParadiesDes Weibs Gelüst versucht.""

Ach weh, wie wird dieß Schnittlein blau,

Und deins bleibt lilienweiß;

Dein Messer links ist giftiggrau.

Doch rechs wie Silbergleis."

So fleh, zu Gott-heut lilienweiß,

Bis morgen falb und grau;

Und büß'st der Unschuld falschen GleisIn Flammen schwefclblau.""

Jesu, Marie!-du arger Mann!

Ist dieß der Minne Lohn?