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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Doch der Weisheit sanfte HandWinkte. »Freund, du wirst betrogen !"Rief sie leise: »dieser TandIst mit Goldschaum überzogen!"

Ob ich folgte? Ach! ein Kind,

Dem man seine Puppen nehmenWollte, folgte nie geschwind.

Zwar ich fing an, mich zu schämen;Doch noch immer sah das KindAuf das Spiel, das man ihm nehmenWollte. Stolz und ÜppigkeitHatten überall zerstreutAuf dem Markte, weit und breitIhre Buden aufgeschlagen,

Wo denn für die EitelkeitTausend schone Sachen lagen,

Wie sie Künstlerhände dreh'».

Welch ein Anblick! Welche Scene,Werth der Mühe sie zu seh'n!

Wie um'S Lächeln einer SchoneTausend Liebesseufzer weh'n;

Wie darum sich tausend Augen,

Um es durstig einzusaugen.

Aus einander neidisch dreh'n:

So umfloß der große HausenDiese Buden mit Gedrang,

Wohl gewürzt mit etwas Zank.

Jeder glühete, den RangSeinem Nachbar abzulaufen.

Ich ging fort. Der Weisheit Buden(Damahls war noch leerer ScheinHerr von meinem Urtheil) ludenMich zu ihrer Waare ein.

Keine Hindernisse hieltenMeinen allzuraschen Schritt;

Und die Herrn der Buden spieltenAuf der Narrenbühne mit.

Ach! mit Reu' und Scham im BlickZog ich schweigend mich zurückDon dem glänzenden Betrüge,

Philosoph. Abtheil. N. Band.