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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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Vergaß mein hoher Ideal,

Und baute mir im ErdenthalNicht mehr den ew'gen Fceudenfaal.

O du, mit deinen süßen Träumen!Kam' unter sanft bewegten BäumenEin solcher Flistern auch zu dir!

Wir armen Erdensöhne, wirSind allesammt, wie unsre Väter,

Und minder noch aus zartem Äther»

Aus Geistesstoff gebaut, als ihr.

Gelingt's dem Mädchen dann und wann.Sich einen guten, lieben MannIn einen Seraph umzukleiden

Wie kurz die stolzen Götterfreuden!

Und wenn er noch so weise spricht.

Er hält die Engelprobe nicht.

Mag er! doch gibt es Männerseelen,Die einmahl nur ein Liebchen wählen.Die fest im Wort, ün Bunde wahr.

In Leid, in Mangel und Gefahr/

Im Tode selbst unwandelbar.

Mit ihrem Leben euch beschützen.

Für euch ist jeder Tropfen Blut;

Ihr könnt auf ihren stärkern MuthDie holde Schwäche ruhig stützen.

Und mancher ist, der einsam geht.

Und, wenn er leist um Liebe fleht,

Des Mädchens Ahnungen versteht.

Das, so wie du, ein reines FeuerIn Männerherzen sucht, getreuerAls Tausende, sich fromm uiid stillIn Himmelsunschuld geben will.

Und wenn er lang umhergeirrt.

Sie lang geweint, am Ende wirdDas Pärchen sich gewiß begegnen»

Und er und sie die Stunde segnen»

Wo in der Träume VaterlandIhr gvldnes Bild hinüberschwand.