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Bis mir der neue Tag begann,
Und es im Morgendust zerrann.
Dann klagt' ich's aller Welt; erschreckteDie Nymph' am Bach, den jungen West, ,
Vertraut' es jedem Baum» und weckteDie Vögelchen in ihrem Nest.
Auf Rosenlippen sah ich Trug,
Und mit dem Mädchen wollt' ich hadern;
Was aber half's? Zu mächtig schlugDie Liebe noch in Herz und Adern.
Und als die Wiese Veilchen trug.
Da sah ich lauter Liebesstug,
Sah in der Lust, im Wald, an QuellenSich eins dem andern zugesellen.
Da war um mich ein Paradies,
Und jeder Blüthenhain verhießMir gleiche Wonn', und aller WegenKam ein Geflister mir entgegen:
»Du Sohn des Staubs, der HimmelslustBegehrt! Die Hand aus deine Brust!
Wie leicht, wie schwach', wie voller Mängel!
Und fordern darfst du einen EngelFür deinen Kuß? Genügt's dir nicht,
Wenn, Unschuld noch im Angesicht,
Im keuschen Gruß, im zarten Neigen,
Ein Erdentöchterchen, dein eigenZu seyn, gelobt, und Tag und Nacht,
So wie sein Leben, dich bewacht?
Das arme Kind! Ein kleiner FehlWird dann und wann von ihm begangen;
Doch wird es trauter dich umfangen.
Wird sonder List und sonder HehlDie Sünde weinend dir bekennen,
Dich mit dem schönsten Nahmen nennen;
Und bist du werth, geliebt zu seyn,
Du findest Wollust im Verzeih'n."
Die Geisterstimme hatte Recht!
Mit deinem liebenden GeschlechtErneuert' ich den ersten Frieden,
Befand mich trefflich wohl hiernieden,