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Müßt' ich thun, dich länger zu behalten.
Darum fasse dich» und sey ein Mann!
Wolltest du nicht oft von mir sonst wissen,
Was man Weisheit nenne? Höre mich!
Wenn es seyn muß, selbst auch das zu missen,Was man liebt und schätzet, wie ich dich!
Hast du nichts bey mir gelernt, so lerneWenigstens dieß Eine noch von mir;
O! Zufriedenheit folgt in die FerneDann gewiß auf jedem Schritte dir.
Komm nur morgen früh herauf, und stehe,
Ob ich mich nicht hurtiger als du,
Ohne Murren ob der kleinen Mühe,
Anzieh'n will, vom Kopf bis auf die Schuh.
Der du dich für mich des Schlafes gerne,Wie so süß der dein' auch ist, entschlugst.
Und im hohen Schnee die BlendlaterneVor mir her, so rasch und willig trugst,
Als ich die, die ich nun ganz besitze.
Nur zu sehen, keine Nacht fast schlief.
Und durch Flüss' und Wald, in Frost und Hitze,Oft mit dir in dunkeln Nächten lief:
O du müssest, war' er noch so selten.
Doch den Herrn bald finden, der fortanFreund, wie ich, dir sey, und das vergelten,WaS ich, leider! nur verdanken kann!
L- F. G. Gökingk.
An meinen Herrn Schneider.
ES ist nun so, großgünstiger Herr Schneider,Und ist sehr weislich hergebracht.
Daß, nach dem Lauf der Welt, der leider!
Im Zickzack geht, ein Ding das andre macht!Zum Beyspiel du! Du machest Kleider,
Und Kleider machen Leute! ,
Nun, wohlan!Allmächtiger, so mache dann.