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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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Einladung an einen Freund.

Areund! hast du keinen bessern Wirth,

So bitt ich, komm bey mir zu Gaste.

Wo sonst kein Bratenwender schwirrt,

Wenn ich gleich nicht wie Harpax faste.

Da dreht sich heut ein Has' am Feuer,

Bon keines Windhunds Grimm zerfetzt,!

Und eben Hab ich in den WeiherZwey Lachsforellen eingesetzt.

Borstorfer Äpfel sind zwar jetztAm besten, aber viel zu theuer,

Drum hat mein Weibchen zum TokayerHarzkäse nur zurechtgesetzt.

Doch, Freund, ich will dich nicht bekriegen;Mit dem Tokayer, das war Spaß;

Allein, zum Glück Hab ich zwey MaßBurgunder noch im Keller liegen,

Die sollen heute beyde dran!

Und leben soll der alte König,

Als seines Reiches bravster Mann!

Drum schick zur Freude recht dich an.Vermag gleich'Küch' und Keller wenig.

Bring ein Paar Freunde mit; denn viele/Das, freylich, leidet nicht mein Wein,

Und denn, so werden meiner StühleNur grad' ein halbes Dutzend seyn.

Statt eines horchenden Lakay'n,

Soll dir ein Mädchen, dem kein Harm,

Kein Liebesdurst die Wangen bleichen,Philosoph. Abtheil. II. Vaud. S