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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Dunklere Wege des Heils, nicht Trennungen ordnet der Vater;

Bald, bald wieder vereint, feyern wir ewigen Bund.

Säusele sanft, o West! Leis athmet sie; und auf die WimpernGießt mein Genius ihr duftigen Schlummer herab.

Hell nun bildet der Traum: dem begrüßenden Bräutigam horcht sieAthemlos, und umarmt, schmachtendes Lautes, und bebt.Schau, wie aus schwebender Wolke der Glanz im beregneten

Maythal,

Schimmert ein Lächeln ihr hold über das Rosengesicht.

Joh. Heinr. Boß.

Abschied von Jda.

Dich verlieren soll ich? dir entsagen,

Die ich mir aus einer Welt erkor?

Die in jenen ewig schönen TagenFrey und willig sich an mir verlor?

Deinem Arme soll ich mich entwinden.

Der aus Millionen mich umwand?

Deines Flammeneides dich entbinden.

Der für Zeit und Ewigkeit dich band?

Jda, kannst du Demantketten brechen.

Wie dein Finger schwache Fäden bricht?

Jda, wird sich nicht die Liebe rächen.

Der rebellisch sich dein Arm entflicht?

Willst du einsam durch das Leben irren.

Willst du stablos seinen Sturm besteh'n,

Ungetröstet deine Klagen girren,

Unbeklagt ins Reich der Schatten geh'»?

Oder kannst du deine Liebschaft ändern,

Leicht und luftig, wie ein Sonntagskleid?

Spielen Mädchen, wie mit Flor und Bändern,

So mit Treu und Schwur und Ewigkeit?

Finden magst du in der Frey er ReiheEinen schönem, klügern, reichern'leicht;

Doch auch einen, Jda, dem an Treue,

Dem an Zartgefühl dein Liebling weicht?

Hab' ich einzig nicht an dir gehangenMit Begriff, Gefühl und Fantasey,