Der Tumult von UngewitternVor dem Abgrund zittern macht.
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Herr, mein Gott, wie soll es werden?Herr, mein Gott, erleuchte mich!
Ist wohl irgend wo aus ErdenRettung noch und Heil für mich?
Heil auch dann, wenn ich erfahre,
Daß sie, ganz von mir befreyt,
Einem Andern am AltäreSich mit Leib und Seele weiht?
Werd' ich, 0 mein Gott und Rächer,Ohn' in diesen Höllenweh'nDer Verzweiflung zum VerbrecherMich zu wüthen, werd' ich seh'n:
Wie der Mann bey KerzenscheineSie zum Brautgemache winkt.
Und in meinem FreudenweineSich zum frohsten Gotteitrinkt? —
Freylich, freylich fühlt, was billigUnd gerecht ist, noch mein Sinn,
Und das besstre Selbst ist willig:
Doch des Herzen Kraft ist hin!
Weh mir! Alle Eingeweide
Preßt der bängsten Ahndung Krampf!
O ich armer Mann, wie meideIch den fürchterlichsten Kampf?
Bist du nun verloren? RettetKeine Macht dich mehr für mich?
Molly, meine Molly, kettetMich kein Segensspruch an dich?
O so sprich, zu welchem ZieleSchleudert mich ein solcher Sturm?
Dient denn Gott ein Mensch zum Spiele,Wie. des Buben Hand der Wurm ?
Nimmermehr! Dieß nur zu wähnen,Wäre Hochverrath an ihm.