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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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230
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Tie Gott erzürnet hat,

Voll Reue suhlt;

Begnadigt daun, dem RetterDankopfer bringt.

Im heil'gen Schmuck ihm neue Lieder singt.

Du Göttliche! voll deiner Kraft erhebtDer Seher Schar gen Himmel sich,

Hört dort der Engel dreymahl Heilig schallen,

Daß ihrer Stimme Ruf des Tempels Feste bebt.

Es hallt der himmlische GesangAuf Erden wieder.

Hallt ihm, der Wunderbar, Rath, Kraft und Held»Und ewig Vater heißt,

Deß Herrschaft alle Welt einst ewig preis't.

Er kam, da schollen große StimmenVom Himmel nieder:

Nun war das Heil, die Kraft, das ReichDes Herrn und seines Christus worden.

Allmächtig drang

Durch alles Volk die Wonne,

Mit der empor Johannes Lied sich schwang.

In allen Tempeln hört man sie erschallenDer hohen Lieder Macht.

Wer hebt das Herz wie du, Harmonia,

Wenn nun in stiller Majestät,

Jndeß die glaubende GemeineVor ihrem Gott anbekhend steht,

Dein tonvoll Wunderwerk den Lobgesang erhöht!Wer rührt das Herz wie du, Harmonia,

Wenn demuthvoll die tief gebeugte Seele. Dem Gotte der Erbarmung fleht!

Dann, Himmelstochter, tönest duDer bangen Seele Tröstung zu.

Lehrst ihn voll Andacht glühen

De» Unerreichten, der, wie Engslharfenklana,

Messias, dir sein Halleluja!) sang;

Beseelest ihn, der einst auf GolgathaEmpor den Glanz des Tempels leuchten sah,Beseelest ihn zu trauervollen Melodien,