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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
229
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Ein banger Mißklang ward dieß Erdenlebcn,

Des Jammers Schauplatz unsre Welt,

Von tausendfacher Noch entstellt.

Dunkel deckte

Die Völker; Finsterniß das Erdreich; felsenschwerLag Sünd' und Elend aus der Erde- Wer,

Ach wer verscheuchte dich? wer sandte Elend?

Wer sprach, daß diese ErdeDes Jammers Schauplatz werde?

Wehe! will denn keiner uns erretten?

Herrscht Mißton ewig nun?

Führt ewig Zwietracht nun mit ehrnen KettenDie Sterblichen gefesselt durch dieß Leben?

Heil uns! du schwebest wieder,

O Himmlische, von deinem ThronBeseligend zu uns hernieder;

Mit dir die Tochter Gottes»

Religion,

Und jede Tugend, jede Freude!

Wie Gottes erster Blick die hehre Schöpfung sah.

So schön nun blüht durch dich, Harmonia»

Die neue Schöpfung wieder.

Nun schallet Preis und Dank

Der Hochbegnadigten Geretteten empor.

Welch Lied, so stark noch nie zuvorGehört, ertönt? Jst's Moses Lobgesang,

Jehova's Wunder preisend? Q wie klang

Das Lied der Kraft! Wer ist

Der hohe Sänger, dessen Psalm

Den Ruhm des Ew'gen seinem Volk verkündet?

Wie tönt des vollen Jubels ChorIm Tempel Zions laut empor!

Weit über alle Himmel weitSteigt seines Liedes Herrlichkeit,

Wenn es den Gott der GötterAnbethend preist.

Da schmilzt die Seel' in Mitleid, wenn sein TrauertonUm seinen Freund nun klagt, und wenn sein GeistDie Qual der Missethat,