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dahin fallen, wo die erste Lange in dem Sylbenfuße ur-sprünglich steht, weil auf den Kürzen die Stimme nicht ver-weilen kann. Eine solche accenluirte Lange wird dann derIetus genannt.
§. 22 .
Prosodie.
Prosodie ist die Lehre von den Quantitäten (Längenund Kürzen) der Sylben, welche nicht unabänderlich dieselbenbleiben, sondern, und zwar insbesondere in der deutschen Spra-che, relativ sind nach ihrer Stellung neben andern Sylben;da es absolute Kürzen nicht gibt, und auch nicht geben kann.
Im Allgemeinen ist hierüber so viel bestimmt festgesetzt.
Längen geben:
s) Die verdoppelten gleichlautenden Vocale, wie imWorte: die Beere.
t>) Sylben mit Dehnungszeichen, wie: Trieb, ohne.
c) Sylben mit Doppellautern, wie: laufen, ver-weilen, euch.
st) Sylben, worin mehrere Consonanten zusammentreffen,wie in den Wörtern: Zeitvertreib, Vervollkomm-n ung.
Sprachen, welche dieses Sylbengewichr (Sylben Quantität)vorzugsweise berücksichtigen, werden q n a n t i ti r e n d e ge-nannt, wie die griechische und die lateinische, und unter denneueren diejenigen, worin die Vocale vorherrschen; dagegenman a c ce n t n i r e n d e Sprachen diejenigen nennt, die,indem die Consonanten ihr vorherrschender Theil sind, eie ver-weilende Länge den accentuirten und Begriffssylben geben.So ist die deutsche Sprache eine Begriffssprache, und betontin jedem Worte die Begriffssylbe, wie z. B. in den Wörtern:
Begriff, verwunden, entsprechen, Gewinn rc.
Manche Sylben werden nur durch ihre Stellung (Posi-tion) zu Längen. Dieß srommt insbesondere der deutschen