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98.
,Das Gemohlde besteht aus mannigfachen einzelnen Thei-len, die zu einem Ganzen zusammengestellt werden müssen.Eine entsprechende Zusammenstellung der Theile nach den For-derungen des höheren Ganzen heißt Gruppirung. Durch dieGruppirung gewinnt das Gemählde um so mehr an Klarheit,je weniger der Beschauende Mühe hat, die Beziehung der ein-zelnen Figuren zu einander erst aufzusuchen, um den Sinndes Ganzen zu errathcn. Die Figuren müssen aber so zusam-mengestellr werden, daß sie als ein unzertrennliches Ganze er-scheinen, und jede Figur muß wieder in der besonderen Be-ziehung zu den anderen, und in der allgemeinen zu dem Gan-zen dargestellt werden.
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Auch in den Gemahlden, wie in den übrigen Kunstwerken,muß das Wesentliche ganz vorzüglich hervorgehoben werden;die Hauptfigur muß daher die bedeutendste Stelle erhalten.Nach der Eintheilung jedes Gemähldes in zwey Theile stelltsich die Mitte als der bedeutendste Platz dar, daher dieser fürdie Hauptfigur Vorbehalten seyn soll; diese Mitt-e ist jedochkeineswegs nach geometrischer Regelmäßigkeit zu beobachten.
aoo.
Die Hauptfigur muß in Stellung, Farbe und Beleuch-tung, so wie im Ausdrucke vor allen übrigen ausgezeichnetseyn; sie muß durch die größte Vollkommenheit hervorgehybenwerden. Nach ihr hat die Figur, welche zunächst die wichtigereerscheint, und welche man die erste unter den Nebenfigurennennen konnte, eine mehrere Sorgfalt in der Ausführung,doch keineswegs so sehr, als die Hauptfigur, zu erhalten, undnach diesem Verhältnisse kann die wählerische Ausführung derübrigen Nebenfiguren stufenweise abnehmen.
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Die Art des darzustellenden Gegenstandes kann es nothig