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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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habenden «Intern» hereinbitten ließ, um ihm meine Be-schwerden zu klagen. Am besten, sagte ich, helfe mir insolchem Fall immer ein halber Teelöffel Natron bicarboni-cum. Er überhörte das. Er erkundigte sich noch längereZeit nach den Verstimmungssymptomen und ihrer mög-lichen Ursache. Schließlich sagte er: «Well, dont worry,we will give you a little something which will be help-ful.» Die Schwester brachte das «little something» in einerTasse. Es war Natron.

Die Operation war nun endgültig beschlossene Sache,und die nächsten fünf, sechs Tage galten, in Abwesen-heit des Dr. Adams, der zu irgendeinem Ärztetreffen ge-reist war, den erdenklichen Vorbereitungen und Sicher-stellungen. Blutentnahmen, Ausflüge im Rollstuhl oderauf dem «stretcher» ins x-ray-Laboratorium, Besuche derverschiedenen Spezialisten des Hauses folgten einander.Besonders der für das Herz, ein Engländer, wenn ichmich recht erinnere, war hochbefriedigt. Mit dem Her-zen, erklärte er, sei ich jeder Operation gewachsen. Einesehr wichtige Persönlichkeit sprach vor: Dr. Livingstone,Gattin meines Operateurs und Vorsteherin aller Anästhe-sie, zauberische Mischerin tiefschlafbringender Fluiden.Sie mußte mir versprechen, die bewunderte Armspritzebei der Hauptoperation wieder ihren Segen wirken zulassen. Die Herstellung des Pneumothorax, will sagendes Einlassens von Stickstoff in die Brusthöhle zur Still-legung des erkrankten Lungenflügels, kam auch an dieReihe, und es war doch merkwürdig, eine Applikation,die ich in vergangenen Arbeitstagen, zur Zeit des Zau-berbergs, soviel im Munde geführt, am eigenen Leib zuerfahren. Professor Bloch nahm sie mit größter Akkura-

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