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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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Die englische Version des Briefes nachDeutschland für «Lon-don News Chronicle» . . . Stundenlange Post-Arbeit. . .Kleists Marionetten. Frank Harris’ Buch über Shakespeare.Bedachte mit K. die Ungeheuerlichkeit dieses Jahres, denHagel von Erschütterungen, eingerechnet die vielen To-desfälle : zuletzt nochBela Bartok, Roda-Roda, Beer-Hof-mann, auch Seabrook, der sich das Leben genommen. Eswäre kein Wunder, wenn man noch müder wäre. Aberdas Interesse am Roman hat sich belebt in diesen Tagen.Verdutztheit durch das Unromanhafte, sonderbar realBiographische, das doch Fiktion ist... Vorsorge weithin-aus,über viel Schwieriges hinweg: Schrieb an Walter nachNew York, mir leihweise meinen Brief über Frido zu über-lassen, in Hinsicht auf Nepomuk Schneidewein . . . Redezur Frank-Gedenkfeier, nachmittags abgeschlossen.»

Ja, das war nun an der Reihe, ein Kelch, ein Opfer,gern dargebracht und mit stillem Murren doch auch wie-der über die Unerbittlichkeit des Anspruchs. Die Veran-staltung fand statt am 29. September im Play House vonHollywood. Der große Saal war gefüllt, ganz «Deutsch-land-Kalifornien» versammelt. Auch mein Bruder, so sel-ten er ausgeht, war mit uns. Es gab Rezitationen, Vor-lesungen geschulter Sprecher, die dennoch mit gewissenUnbilden der Akustik nicht fertig wurden, und die dasentfernter sitzende Publikum mit dem schrecklichen Zu-ruf «Lauter!» verärgerte. Lose Szenen sodann, allzu lose,aus dem reizenden Lustspiel Sturm im Wasserglas. Ichsprach zuletzt, vor dem pianistischen Abschluß, — an-gestrengt, erschöpft und von Herzen. Es sei ergreifend,zu ergreifend gewesen, urteilte Heinrich. Am Telephon,nächsten Tages, meinte Liesl Frank, man sollte mir so

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