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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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XXVIII (die Verwirrungen des Barons von Riedesel) inbloßen zehn Tagen fertig und begann das folgende, dieEhe der Ines mit Helmut Institoris, zu erzählen, in demleicht apprehensiven Bewußtsein, daß ich um eine Ant-wort, und zwar eine leidlich gründliche, an den von Molo,oder eigentlich an Deutschland, nicht herumkommenwürde. Ein Abend bei Adorno führte mich wieder mitHans Eisler zusammen, und es gab eine Menge stimulie-rend «zugehörigen» Gesprächs: über das schlechte Ge-wissen der homophonen Musik vor dem Kontrapunkt,über Bach, den «Harmoniker» (als welchen ihn Goethebestimmt hatte), über Beethovens Polyphonie, die nichtnatürlich und «schlechter» sei als die Mozarts. Musikgab es auch in dem Haus einer gastfreien Mrs. Wells inBeverly Hills, wo der glänzend begabte Pianist JakobGimbel (vom nicht zu schlagenden und immer nachwach-senden ostjüdischen Virtuosentyp) Beethoven und Cho-pin spielte. Und wieder einmal fanden die Kinder undGroßkinder aus San Francisco sich bei uns ein: «Wieder-sehen mit Frido, entzückt... Morgens mit Frido. LachteTränen über seine Reden und war zerstreut. Schrieb aberdann am Kapitel und bin doch neugierig.» Am Abenddes 26. August, einem Sonntag, hatten wir Gäste bei unsund Kammermusik: Vandenburg spielte mit amerikani-schen Freunden Trios von Schubert, Mozart und Beet-hoven. Da nahm meine Frau mich beiseite und sagte mir,Werfel sei tot. Lotte Walter hatte telephoniert. GegenAbend war er in seinem Arbeitszimmer, eben fertig mitder Revision der Ausgabe letzter Hand seiner Gedichte,auf dem Wege vom Schreibtisch zur Tür, ein wenig BlutimMundwinkel, entseelt zusammengebrochen.Wir ließen

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