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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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da der Magen und die Gedärme schwer in Mit-leidenschaft gezogen sind, eine äußerst leichte undäußerst kräftigende Diät verordnen. Er wird daszehrende Fieber durch Bäder bekämpfen, durch Voll-bäder, in die der Kranke oft, jede dritte Stunde,ohne Unterlaß, bei Tag und Nacht hineinzutragenist, und die vom Fußende der Wanne aus langsamzu erkälten sind. Und nach einem jeden Bade wirder rasch etwas Stärkendes und Anregendes, Cognac,auch Champagner verabreichen. . .

Alle diese Mittel aber gebraucht er durchaus aufsGeratewohl, für den Fall gleichsam nur, daß sieüberhaupt von irgend einer Wirkung sein können,unwissend darüber, ob ihre Anwendung nicht jedesWertes, Sinnes und Zweckes entbehrt. Denn Einesweiß er nicht, was Eine Frage betrifft, so tappter im Dunkel, über Ein Entweder-Oder schwebt erbis zur dritten Woche, bis zur Krisis und Ent-scheidung in völliger Unentschiedenheit. Er weißnicht, ob die Krankheit, die erTyphus" nennt, indiesem Falle ein im Grunde belangloses Unglückbedeutet, die unangenehme Folge einer Infektion,die sich vielleicht hätte vermeiden lassen, und dermit den Mitteln der Wissenschaft entgegenzuwirkenist oder ob sie ganz einfach eine Form der Auf-lösung ist, das Gewand des Todes selbst, der ebensogut in einer anderen Maske erscheinen könnte, undgegen den kein Kraut gewachsen ist.

Mit dem Typhus ist es folgendermaßen bestellt:

In die fernen Fieberträume, iu die glühende

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