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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
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plastisch gearbeiteten Familienwappen beiseite ge-schafft worden, und wieder umstanden am Saumedes kahlen Gehölzes die Herren der Stadt den aus-gemauerten Schlund, in den nun Thoinas Budden-brook zu seinen Eltern hinabgelassen ward. Siestanden da, die Herren von Verdienst und Ver-mögen, mit gesenkten oder wehmütig zur Seite ge-neigten Köpfen, und unter ihnen waren die Rats-Herren an ihren weißen Handschuhen und Kravattenerkenntlich. Weithin aber drängten sich die Be-amten, die Kornträger, die Comptoiristen, dieSpeicherarbeiter.

Die Musik verstummte, Pastor Pringsheim sprach.Und als seine Segenssprüche in der kühlen Luft ver-hallten, schickte sich Alles an, dem Bruder und demSohne des Verblichenen noch einmal die Hand zudrücken.

Es gab ein langwieriges Döfils. Christian Bud-denbrook nahm alle Beileidsbezeugungen mit demhalb zerstreuten, halb verlegenen Gesichtsausdruckentgegen, der ihm bei Feierlichkeiten eigen war. Derkleine Johann stand in seiner dicken Seemannsjackemit goldenen Knöpfen neben ihm, hielt seine bläulichumschatteten Augen zu Boden gesenkt, ohne irgendjemanden anzublicken, und neigte den Kopf mit einerempfindlichen Grimasse schräg rückwärts gegen denWind.