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zimmer. Es war unverändert, unverändert. . >jeder bekam die gleiche Antwort.
Die beiden Ärzte hielten dafür, daß auf jedenFall für die Nacht eine barmherzige Schwester her-beigeschafft werden müsse. Es wurde nach SchwesterLeandra geschickt, und sie kam. Es war keine Spurvon Überraschung und Schrecken in ihrem Gesicht,als sie eintrat. Sie legte auch dies Mal still ihrLedertäschchen, ihre Haube und ihren Umhang beiseiteund ging mit sanften und freundlichen Bewegungenan ihre Arbeit.
Der kleine Johann saß Stunde für Stunde aufseinem Puff, sah alles an und horchte auf die gur-gelnden Laute. Er hätte sich eigentlich zum Privat-unterricht im Rechnen begeben müssen, aber er be-griff, daß dies Ereignisse waren, vor denen dieKammgarnröcke verstummen mußten. Auch seinerSchulausgaben gedachte er nur kurz und mit Spott. . . Manchmal, wenn Frau Permaneder zu ihmtrat und ihn an sich preßte, vergoß er Thränen;aber meistens blinzelte er trockenen Auges mit einen:abgestoßenen und grüblerischen Gesichtsausdruck da-rein, unregelmäßig und vorsichtig atmend, als er-warte er den Duft, den fremden und doch so seltsamvertrauten Duft. . .
Gegen vier Uhr faßte Frau Permaneder einenEntschluß. Sie veranlaßte den Doktor Langhals,ihr ins Nebenzimmer zu folgen, verschränkte dieArme und legte den Kopf zurück, wobei sie trotzdemversuchte, das Kinn auf die Brust zu drücken.