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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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Wogen des realen Lebens hoch auf ihre Schultern ge-nommen hatten, daß das Glück seine Stirn umspielte,der brauchte solche Dinge nicht im Kopfe zu haben.Aber wer einsam tief unten im Dunkel träumte,der hatte dergleichen nötig! . . .

„Sie sind glücklich," sagte er plötzlich, indem ereine Hand auf des Senators Knie legte und mitschwimmendem Blick zu ihm emporsah. - O doch!Versündigen Sie sich nicht, indem Sie das leugnen!Sie sind glücklich! Sie halten das Glück in denArmen! Sie sind ausgezogen und haben es sich mitstarkem Arm erobert. . . mit starker Hand!" ver-besserte er sich, weil er die zu schnelle Wiederholungdes Wortes „Arm" nicht ertragen konnte. Dannverstummte er, und ohne ein Wort von des Senatorsabwehrender und resignierter Antwort zu verneh-men, fuhr er fort, ihm mit einer dunklen Träumereiins Gesicht zu blicken. Plötzlich richtete er sich auf.

„Aber wir plaudern," sagte er, „und doch sindwir in Geschäften zusammen gekommen. Die Zeit istkostbar — verlieren wir sie nicht mit Bedenken!Hören Sie mich an. . . Weil Sie es sind. . .verstehen Sie mich? Weil. . ." Es sah aus, alswollte Herr Gosch aufs Neue in ein schönes Sinnenversinken, aber er raffte sich auf und rief mit einerweiten, schwungvollen und enthusiastischen Geste:

„Nennundzwanzigtausend Thaler . . . Sieben-undachtzigtausend Mark Courant für das Haus IhrerMutter! Top? . . ."

Und Senator Buddenbrook schlug ein.

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