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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
278
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drückte das Kinn auf die Brust und sah seinen Bruderhalb scheu und halb entrüstet an.

„Du wirst es nicht thun. . wiederholte Tho-mas Buddenbrook beinahe sinnlos vor Zorn, blaß,bebend und mit zuckenden Bewegungen. „Solangeich über der Erde bin, geschieht dies nicht... ichschwöre es dir! . . . Hüte dich . . . nimm dich inAcht...! Es ist genug Geld durch Unglück, Thorheitund Niedertracht verloren gegangen, als daß du dichunterstehen dürftest, ein Viertel von Mutters Ver-mögen diesem Frauenzimmer und ihren Bastardenin den Schoß zu werfen! . . . Und das, nachdemschon ein anderes Viertel von Tiburtius erschlichenworden! ... Du hast der Familie genug der Blumezugefügt, Mensch, als daß es noch nötig wäre, unsmit einer Courtisane zu verschwägern und ihrenKindern unseren Namen zu geben. Ich verbiete esdir, hörst du? ich verbiete es dir!" rief er mit einerStimme, daß das Zimmer erdröhnte und Frau Per-maneder sich weinend in einen Winkel des Sofasdrückte. „Und wage es nicht, gegen dies Verbot zuhandeln, das rate ich dir! Ich habe dich bis jetztbloß verachtet, ich habe über dich hinweggesehen...aber forderst du mich heraus, läßt du es zum Äußer-sten kommen, so werden wir sehen, wer den Kürzerenzieht! Ich sage dir, hüte dich! Ich kenne keineRücksicht mehr! Ich lasse dich für kindisch erklären,ich lasse dich einsperren, ich mache dich zunichte!Zunichte! Verstehst du mich?! . . .

„Und ich sage dir..." fing Christian an... Und