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Schweigen, am schlimmsten ist es, wenn du auf etwas,was man gesagt hat, plötzlich verstummst und dichzurückziehst und jede Verantwortung ablehnst, vor-nehm und intakt, und den Anderen hülflos seinerBeschämung überläßt... Du bist so ohne Mitleidund Liebe und Demut. . . Ach!" rief er plötzlich,indem er beide Hände hinter seinen Kopf bewegte undsie dann weit vorwärts stieß, als wehrte er die ganzeWelt von sich ab . . . „Wie satt ich das Alles habe,dies Taktgefühl und Feingefühl und Gleichgewicht,diese Haltung und Würde... wie sterbenssatt!..."Und dieser letzte Ruf war in einem solchen Gradeecht, er kam so sehr von Herzen und brach mit einemsolchen Nachdruck von Widerwillen und Überdrußhervor, daß er thatsächlich etwas Niederschmetterndeshatte, ja, daß Thomas ein wenig zusammensank undeine Weile wortlos und mit müder Miene vor sichnieder blickte.
„Ich bin geworden wie ich bin," sagte er endlich,und seine Stimme klang bewegt, „weil ich nicht wer-den wollte wie du. Wenn ich dich innerlich gemiedenhabe, so geschah es, weil ich mich vor dir hüten muß,weil dein Sein und Wesen eine Gefahr für mich ist...ich spreche die Wahrheit."
Er schwieg einen Augenblick und fuhr dann inkürzerem und befestigtem Tone fort:
„Übrigens haben wir uns weit von unserem Ge-genstände entfernt. Du hast mir eine Rede übermeinen Charakter gehalten. . . eine etwas verwor-rene Rede, die vielleicht einen Kern von Wahrheit