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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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Wie gewöhnlich. Ich weiß nichts Neues. DieSorge um ihr Befinden tritt ja jetzt naturgemäßetwas zurück ..."

Versteht sich. Übrigens . . . mir kommt dabeiein Gedanke. Ihre Frau Schwester hat Ruhe nötig,besonders in der Nacht, und Mamsell Severin alleindürfte doch wohl nicht ausreichen. . . wie wäre esmit einer Pflegerin, lieber Senator? Wir haben daunsere guten katholischen Grauen Schwestern, für dieSie immer so wohlwollend eintreten... Die SchwesterSberin wird sich freuen, Ihnen dienen zu können."

Sie halten das also für nötig?"

Ich bringe es in Vorschlag. Es ist so angenehm. . . Die Schwestern sind unschätzbar. Sie wirkenmit ihrer Erfahrenheit und Besonnenheit so beruhi-gend aus die Kranken . . . gerade bei diesen Krank-heiten, die, wie gesagt, mit einer Reihe von etwasunheimlichen Symptomen verbunden sind . . . Also,um es zu wiederholen: ruhig Blut, nicht wahr, meinlieber Senator? Übrigens werden wir ja sehen...wir werden ja sehen. . . Wir sprechen ja heuteAbend noch einmal vor . . ."

Zuversichtlich," sagte Doktor Langhals, nahmseinen Cylinder und erhob sich gleichzeitig mit seinemälteren Kollegen. Aber der Senator blieb nochsitzen, er war noch nicht fertig, hatte noch eine Frageim Sinne, wollte noch eine Probe machen . . .

Meine Herren," sagte er,ein Wort noch . . .Mein Bruder Christian ist nervös, kurz, verträgtnicht viel. . . Raten Sie mir, ihm von der Er-

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