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Eine Woche später ward Direktor Hugo Wein-schenk zu einer Gefängnisstrase von drei Jahrenund einem halben verurteilt und sosort in Haft ge-nommen.
Der Andrang zu der Sitzung, welche die Plai-doyers gebracht hatte, war sehr groß gewesen, undRechtsanwalt Doktor Breslauer aus Berlin hatte ge-redet, wie man niemals einen Menschen hatte redenhören. Ter Makler Sigismund Gosch ging wochen-lang zischend vor Begeisterung über diese Ironie,dieses Pathos, diese Rührung umher, und ChristianBuddenbrook, der ebenfalls zugegen gewesen war,stellte sich im Klub hinter einen Tisch, legte einPaket Zeitungen als Akten vor sich hin und lieferteeine vollendete Copie des Verteidigers. Übrigenserklärte er zu Hause, die Jurisprudenz sei der schönsteBeruf, ja, das wäre ein Beruf für ihn gewesen . . .Selbst Staatsanwalt Doktor Hagenström, der ja einSchöngeist war, that private Äußerungen, die da-hin gingen, daß Breslauers Rede ihm einen wirk-lichen Genuß bereitet habe. Aber das Talent desberühmten Advokaten hatte nicht gehindert, daß dieJuristen der Stadt ihm auf die Schulter geklopftund ihm in aller Bonhommie mitgeteilt hatten, sieließen sich nichts weiß machen. . .
Tann, nachdem die Verkäufe, die nach des Di-rektors Verschwinden notwendig wurden, beendetwaren, begann man in der Stadt, Hugo Weinschenkzu vergessen. Aber die Damen Buddenbrook aus derBreiten Straße bekannten nun Donnerstags an der