Freundschaft des Senators in dem großen Saaledes Fischergrubenhauses vereint, wobei es wiederumbefremdete, daß der Direktor nicht aufhörte, Erikasdekolletierten Hals zu klopfen . . . und die Hochzeitnahte heran.
Tie Säulenhalle war, wie einst, als Frau Grün-lich die Myrthen trug, der Schauplatz der Trauung.Frau Stuhl aus der Glockengießerstraße, dieselbe,die in den ersten Kreisen verkehrte, war der Brautbeim Falten-Arrangement ihres weißen Atlaskleidesund beim Anlegen des grünen Schmuckes behilflichgewesen, Senator Buddenbrook war erster, undChristians Freund, Senator Doktor Gieseke, zweiterBrautführer, zwei ehemalige PensionsfreundinnenErikas fungierten als Brautjungfern, Direktor HugoWeinschenk sah stattlich und männlich aus und trat,auf dem Wege zum improvisierten Altar, nur ein-mal auf Erikas herabwallenden Schleier, PastorPringsheim, die Hände unterm Kinn gefaltet, cele-brierte mit aller verklärten Feierlichkeit, die ihmeigen, und alles verlief nach Brauch und Würde.Als die Ringe gewechselt wurden, und das tiefe unddas Helle „Ja" — beide ein wenig heiser — in derStille erklangen, brach Frau Permaneder, überwäl-tigt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft inlautes Weinen aus — es war noch immer ihr un-bedenkliches und unverhohlenes Kinderweinen —während die Damen Buddenbrook, von denen Pfiffizur Feier des Tages eine goldene Kette an ihremPincenez trug, wie immer bei solchen Gelegenheiten