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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
59
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sein, wenn ich dir die Sache abnehme und morgenvormittag selbst mit Mutter spreche. Tie guteMutter! Aber wenn es Tuberkeln sind, so mußman sich ergeben."

7 .

Und du fragst mich nicht?! Du gehst übermich hinweg?!"

Ich habe gehandelt, wie ich handeln mußte!"

Du hast über alle Grenzen verwirrt und ver-nunftlos gehandelt!"

Vernunft ist nicht das Höchste auf Erden!"

Oh, keine Phrasen! ... Es handelt sich umdie einfachste Gerechtigkeit, die du in empörenderWeise außer Acht gelassen hast!"

Ich bemerke dir, mein Sohn, daß du deiner-seits in deinem Tone die Ehrfurcht außer Acht läßt,die du mir schuldest!"

Und ich entgegne dir, meine liebe Mutter, daßich diese Ehrfurcht noch niemals vergessen habe, daßaber meine Eigenschaft als Sohn zu Null wird,sobald ich dir in Sachen der Firma und der Fa-milie als männliches Oberhaupt und an der Stellemeines Vaters gegenüberstehe!" . . .

Ich will nun, daß du schweigst, Thomas!"

O nein! ich werde nicht schweigen, bis du deinemaßlose Thorheit und Schwäche erkennst!"

Ich disponiere über mein Vermögen wie esmir beliebt!"

Billigkeit und Vernunft setzen deinem BeliebenSchranken!"