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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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neder zögernd, während die Geschwister auf demKieswege langsam den vorderen Platz zu umschreitenbegannen. . .Tiburtius schreibt. . ."

Clara?!" fragte Thomas . . .Bitte, kurz undohne Umstände!"

Ja, Tom, sie liegt, es steht schlimm mit ihr, undder Doktor fürchtet, daß es Tuberkeln sind. . . Ge-hirn-Tuberkulose ... so schwer es mir fällt, es aus-zusprechen. Sieh her: dies ist der Brief, den ihrMann mir schreibt. Diese Einlage, die an Mutteradressiert ist, und in der, sagt er, dasselbe steht,sollen wir ihr geben, nachdem wir sie ein bißchenvorbereitet haben. Und dann ist hier noch diesezweite Einlage: auch an Mutter und von Clara selbstsehr unsicher mit Bleistift geschrieben. Und Tibur-tius erzählt, daß sie selbst dabei gesagt hat, es seienihre letzten Zeilen, denn es sei das Traurige, daßsie sich gar keine Mühe gäbe, zu leben. Sie hat sichja immer nach dem Himmel gesehnt..." schloß FrauPermaneder und trocknete ihre Augen.

Der Senator ging schweigend, die Hände aufdem Rücken und mit tief gesenktem Kopfe neben ihr.

Tu bist so still, Tom. . . Und du hast recht;was soll man sagen? Und dies grade jetzt, woauch Christian krank in Hamburg liegt..."

Denn so verhielt es sich. ChristiansQual"in der linken Seite war in letzter Zeit zu Londonso stark geworden, hatte sich in so reelle Schmerzenverwandelt, daß er alle seine kleineren Beschwerdendarüber vergessen hatte. Er hatte sich nicht mehr