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Erbe er verfrühstückte, beteiligte sich daran, indemer bei einem Tiner, das Thomas Buddenbrook gab,und bei einem ebensolchen, das Hermann Hagen-ström veranstaltete, jedesmal den betreffenden Wirtmit schallender und lärmender Stimme „Herr Se-nator" nannte. Siegismund Gosch aber, der alteMakler Gosch, ging umher wie ein brüllender Löweund machte sich anheischig, ohne Umschweife jedenzu erdrosseln, der nicht gewillt sei, für KonsulBuddenbrook zu stimmen.
„Konsul Buddenbrook, meine Herren ... ha!welch ein Mann! Ich habe an der Seite seinesVaters gestanden, als er anno 48 mit einem Wortedie Wut des entfesselten Pöbels zähmte. . . Gäbees eine Gerechtigkeit auf Erden, so hätte schon seinVater, schon der Vater seines Vaters dem Senateangehören müssen. . ."
Im Grunde jedoch war es nicht sowohl KonsulBuddenbrook selbst, dessen Persönlichkeit das Inneredes Herrn Gosch in Flammen setzte, als vielmehrdie junge Frau Konsul, geborene Arnoldsen. Nichtalsob der Makler jemals ein Wort mit ihr ge-wechselt hätte. Er gehörte nicht zu dem Kreise derreichen Kaufleute, speiste nicht an ihren Tafeln undtauschte nicht Visiten mit ihnen. Aber, wie schonerwähnt, Gerda Buddenbrook war nicht sobald inder Stadt erschienen, als der immer sehnsüchtig nachAußerordentlichem schweifende Blick des finsterenMaklers sie auch schon erspäht hatte. Mit sicheremInstinkte hatte er alsbald erkannt, daß diese Er-