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auch den Priester ablegen und ein ganz harmlosfröhliches Weltkind sein! Er ist ein gewandter, an-schmiegsamer Mann. Er spricht mit der alten Kon-sulin ein wenig salbungsvoll, mit Thomas und Gerdaweltmännisch und mit glatten Gebärden, mit FrauPermaneder im Tone einer herzlichen, schalkhaftenHeiterkeit. . . Hie und da, wenn er sich besinnt,kreuzt er die Hände im Schoß, legt den Kopf zurück,verfinstert die Brauen und macht ein langes Ge-sicht. Beim Lachen zieht er die Luft stoßweise undzischend durch die geschlossenen Zähne ein.
Plötzlich entsteht draußen auf dem Korridor Be-wegung, man hört die Dienstboten lachen, und in derThür erscheint ein sonderbarer Gratulant. Es istGrobleben: Grobleben, an dessen magerer Nase zujeder Jahreszeit beständig ein länglicher Tropfenhängt, ohne jemals hinunter zu fallen. Groblebenist ein Speicherarbeiter des Konsuls, und sein Brot-herr hat ihm einen Nebenverdienst als Stiefelwichserangewiesen. Frühmorgens erscheint er in der Breiten-straße, nimmt das vor die Thür gestellte Schuhwerkund reinigt es unten auf der Diele. Bei Familien-sestlichkeiten aber stellt er sich feiertäglich gekleidetein, bringt Blumen und hält, während der Tropfenan seiner Nase balanciert, mit weinerlicher und sal-bungsvoller Stimme eine Ansprache, worauf er einGeldgeschenk entgegennimmt. Aber er thut es nichtdarum!
Er hat einen schwarzen Rock angezogen — esist ein abgelegter des Konsuls — trägt aber Schmier-