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1 (1911) Vorarbeit zu einer Geschichte unserer Sippe : Als Ms. gedr. [Hauptw.].
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Dann gedachte Herr Pastor Brügge-mann der Familie des Gefeierten, derQuelle seines reinsten und schönstenGlückes. Herr Sparkassen-Rendant Floth-mann stattete namens der anwesendenGemeinde-Beamten der Stadt- und Land-bürgermeisterei dem scheidenden Bürger-meister herzlichen Dank ab für das viel-seitig erfahrene Wohlwollen und dasgroße Vertrauen, dessen sich jeder ein-zelne von seiner Seite zu erfreuen hatte.Herr Bürgermeister Kürten dankte auf-richtig für die in guten und bösen Tagenbewiesene gute Nachbarschaft. Herr Bür-germeister Göring habe in seinen Maß-nahmen stets so weit als möglich die In-teressen und Wünsche der Nachbarge-meinde berücksichtigt. In humoristischerWeise betonte Redner die den Bewohnernvon Kettwig vor der Brücke drohende Not-lage, wenn die Stadt nicht für Licht undWasser sorge, oder wenn die Ruhrbrückenicht wäre. Freilich sei dies alles nichtbloß um Gotteslohn, es heiße auch hier:Mann mit zugeknöpften Taschen, dir tutniemand was zu lieb usw. Mit dem noch-maligen Dank für das Entgegenkom-men, die stets bewiesene Kollegialitätund Freundschaft verband Redner denWunsch, daß dem Gefeierten die Zukunftnur Gutes und Erfreuliches bringen möge.Mit den besten Wünschen für das fernereWachsen, Blühen und Gedeihen der Ge-meinden Kettwig Stadt und Land schloßHerr Bürgermeister Kürten seine schwung-und poesievolle Rede. Der von Hagenherübergekommene frühere Leiter der hie-sigen landwirtschaftlichen Winterschule,Herr Direktor Dr. Kloepfer knüpfte andas kürzlich gefallene Wort des Landwirt-schaftsministers an:Wir im Westen müs-sen uns vor allem darüber klar sein, daßIndustrie und Landwirtschaft zusammenarbeiten müssen zum Wohle des Vater-landes und führte des weiteren aus, daß

sich die beiden Geschwister friedlich undfreundlich gegenüberstehen müßten. DerLandwirtschaft und der Industrie in denBürgermeistereien Stadt und Land galtsein Hoch. Herr Pastor Geibel feiertedann noch den Herrn Bürgermeister alstreuen Freund und Berater namentlich inSchul- und Armensachen. Im Laufe desFestes lief das nachfolgende Telegrammein von Sr. Exzellenz Herrn GeheimratKrupp: Lieber Herr Göring! Zu meinemaufrichtigen Bedauern hindern mich drin-gende Verpflichtungen, an der heutigenFeier teilzunehmen. Deshalb muß ichIhnen auf diesem Wege für die wohlwol-lende und gerechte Amtsführung, unterder ich und mein Haus uns wohl befundenhaben, herzlich danken. Auch die lang-jährigen persönlichen Beziehungen zuIhnen werden mir stets eine angenehmeErinnerung bleiben; mit den besten Wün-schen für Ihr und der Ihrigen ferneres Er-gehen Ihr sehr ergebener F. A. Krupp.Weitere Begrüßungstelegramme an denHerrn Bürgermeister Göring und die Fest-versammlung liefen Von Herrn PastorHaardt aus Königswinter und von HerrnBürgermeister Bleek aus Kirn ein. Inwarmem herzlichem Tone verlief so dasschöne Fest.

Nach seinem Abschied zog die Fa-milie nach Bonn, wo er manches Ehren-amt bekleidet. E. K. II.; R. A. O. IV.;K. O. IV.; E. K. 66; K. D. 70/71; K. W. M.

Die Geschwister und Vorfahren vonElisabeth Göring, geb. Lohe (IX.7. a.) sind auf der nächsten Seite.

Elisabeth Felicitas (Lisbeth) Gö-ring (X. 21.) besuchte die Schule in Kett-wig, Pension La Caroline in Lausanne,Handelsschule in Köln, hat ausgesproche-nes Talent für das praktische Leben, Rech-nungsführung und Häuslichkeit, = 30. VII.1903 Johann Wilhelm Scheidt; (X.