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1 (1911) Vorarbeit zu einer Geschichte unserer Sippe : Als Ms. gedr. [Hauptw.].
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Bestrebungen des Vereins gedenke. Ge-stern nachmittag versammelten sich im mitBlumen und Pflanzen schön geschmück-ten Rathaussaale die Vertretungen der Bür-germeistereien Kettwig Stadt und Land,ihre Beamten und geladene Ehrengäste.Als Vertreter des in Italien weilendenHerrn Landrats Snethlage war Graf Finckvon Finckenstein erschienen, der mit Wor-ten voll Anerkennung und Lob die Ver-dienste des Herrn Bürgermeisters um dasWohlergehen der während 17 Jahrenunter seiner Leitung gestandenen Ge-meinden hervorhob. Während 36 Jah-ren habe er dem preußischen Staate seineDienste gewidmet, mit Auszeichnung anden Kriegen von 1866 und 1870/71 teil-genommen und seit 1885 die Leitung derBürgermeistereien Kettwig Stadt und Landgeführt. Arm und verschuldet waren dieGemeinden, als er sein Amt antrat, reichund finanziell gut gestellt sind sie heute,wo er aus dem Amte scheidet. Mit derVermehrung der Bevölkerung, deren Ge-samtzahl von rund 8300 Seelen bei seinemAmtsantritt auf 13 500 angewachsen ist,haben die gemeinnützigen Anstalten glei-chen Schritt gehalten, ohne daß die Steuer-kraft in erhöhtem Maße habe in Anspruchgenommen werden müssen. So jwurden1885 360 o/o Zuschläge zur klassifiziertenEinkommensteuer und 150 o/o von der Ge-werbesteuer erhoben, während heute dieSätze 180o/o und 200 o/o sind. Die Ge-meinde könne ihm nie genug danken, daßer in weiser Voraussicht die finanzielleLage sicher gestellt habe für die spätestenZeiten. Auch habe der Herr Bürgermei-ster in reichem Maße die Liebe und Ach-tung der Untergebenen sowie das Ver-trauen der Vorgesetzten genossen, dieherzlich bedauern, in ihm einen so tüch-tigen Beamten missen zu müssen. In An-erkennung seiner Verdienste geruhte Se.Maj. der Kaiser und König, ihm den roten

Adlerorden zu verleihen, den er ihm hier-mit überreiche. Hierauf ergriff der ersteBeigeordnete Herr Erh. Aug. Scheidt dasWort, um im Namen der erschienenenVertreter der Stadt, der Gemeinden Zwei-und Dreihonnschaften und der Beamtenein herzliches Lebewohl zu sagen; siehaben sich noch einmal versammeln wol-len, in dem Hause, wo sie unter Leitungdes Herrn Bürgermeisters so oft zu ein-mütigem Zusammenwirken geweilt haben,um ihm aufrichtigen, wärmsten Dank zusagen und die Versicherung zu geben, daßder Name Göring in freudigem Gedenkenbleiben wird. Als sichtbares Zeichen derDankbarkeit überreichte Herr Scheidt eineReiterfigur in Bronze des HeldenkaisersWilhelm I. aus der Erzgießerei Gladen-beck, Berlin und ein Gemälde des Düssel-dorfer Künstlers Schreuer, aufmarschie-rende friederirianische Truppen und Offi-ziere darstellend, mit dem Wunsche, daßer noch viele Jahre in Gesundheit undkörperlicher und geistiger Frische denBürgermeistereien Kettwig ein freund-liches Andenken bewahren möge. BeimFestessen nahm Herr Beigeordneter Erh.August Scheidt das Wort: Seit 1885 seidem Bürgermeister Göring Kettwig zurzweiten Heimat geworden, in der ihnfreundliche Beziehungen mit allen ver-knüpfen. Um alles das in das richtigeLicht zu stellen, was Wir dem abgehendenHerrn Bürgermeister verdanken, gehe erum 17 Jahre zurück. 1885 hatte die Stadtrund 4 200 Einwohner, heute 6 226. Dieörtliche Lage der Stadt in bergigemTerrain, die Unmöglichkeit, große Fabrik-anlagen mit Bahnanschluß hier auszufüh-ren, habe ein schnelleres Wachstum ver-hindert, immerhin sei die Zunahme um50o/o eine sehr große zu nennen. Hand inHand mit der Bevölkerungszunahme seidie Bebauung der Stadt fortgeschritten;während der Amtszeit des Herrn Bürger-