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vielleicht erst wenige Jahrzehnte vorherin der Familie gebräuchlich gewordenendeutschen Namen, oder er wählte zumersten Male für sich und seine Nachkom-men einen solchen Namen. Auch hier er-hielt die Gewohnheit das Zeichen fremd-artigen Einflusses.
Viertens und letztens sehen wir —o Ironie der Weltgeschichte! — das ge-rade Gegenteil bei den jüdischen Namen.Ein Volk, das als völlig anders geartetsich mit den Ariern nicht innerlich ver-mischen kann und auch gar nicht (will,hat deutsche Familiennamen und zumTeil sogar echt deutsche Vornamen! Daskam so: Als am Anfänge dieses Jahr-hunderts eine mangelhafte Staatsweisheitjenes fremde, bei uns zu Gaste wohnendeVolk emanzipierte, ward den Juden auf-gegeben, deutsche Familiennamen anzu-nehmen, soweit sie es zur Blendung derEingeborenen des Landes nicht schon vonselber getan hatten. Da zeigte sich derorientalische Geschmack und die wahreNeigung der Diener des goldenen Kalbes.Wer aber lange wählerisch war, demzwang irgend ein lustiger Verwaltungs-beamter ein Namenungeheuer auf. Seit1871 ist dies Volk dann so überaus „pa-triotisch“ geworden, daß es auch zu Vor-namen häufig die ältesten deutschen Ei-
gennamen wählt, z. B. Siegfried, Sieg-mund, Siegbert, Gertrud usw., in derscheinbar pfiffigen Voraussetzung, manwerde den Fuchs im Lammfelle nicht er-kennen. Allein so kurzsichtig sonst derDurchschnittsdeutsche dem geschäftlichenGaukelspiel der Juden gegenüber ist, sowenig hat er sich durch den Namentrugtäuschen lassen. Alle diese an sich echt-deutschen Namen nennt er kurz und bün-dig nun wieder „Judennamen“! —
Wir sind am Schlüsse dieses Über-blickes über ein schönes und wahrhaftheimatliches Gebiet. Wenn wir nun nocheinen Rückblick darauf werfen und derGefühle inne werden, die uns dabei be-seelen, so ist es das Gefühl des Stolzesüber ein so reiches Vätererbe, aber auchzugleich das des Schmerzes. DesSchmerzes darüber, daß die Deut-schen wie auf vielen Gebieten, z.B. dem des Rechtes und der so-zialen Ordnung, so auch auf dem Na-menfelde ungetreue Hüter des Erbes derUrväter gewesen sind. Möge jeder derNachfahren den heiligen Entschluß fas-sen, an seinem Teile dabei mitzuwirken,daß (wir unser deutsches Wesen in seinerReinheit und Ursprünglichkeit dereinstmöglichst wiedergewinnen.
Einige Sätze aus Namenbüchern er-laube ich mir noch beizufügen P. G.
Prof. Dr. A. F. C. Vilmar schreibt inseinem: Deutsches Namenbüchlein, II.Auflage, Frankfurt a. M. 1863, S. 9: daßes noch heutzutage in unserer Um-gebung Familiennamen gebe, welche ge-radezu alte heidnische Gottheiten unsererVäter (mythische Wesen) bezeichnen undniemals eine andere Bedeutung gehabt ha-ben. Dergleichen Namen sind Jring, Er-man, Wieland und Mihm.
Dr. C. Pauli: Über Familiennamen,insbesondere die von Münden. (1870—71)4°. S. 22: Später wurde der Stein ersetztdurch den „Wurfspieß“ ahd., as. ger...Die einstämmige Koseform Gero gibtGehrmann (Danzig 1867) und das Pa-tronymicum Gehring (Danzig 1867) mitder Nebenform Göhring.
Dr. Wilh. Knorr: Die Familiennamendes Fürstentums Lübeck. Eutin 1876. S.17.: ags. gär, as. afr. ahd. ger, an. geirr,der Wurfspieß. Der Stamm wird beson-