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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
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748
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748 Visconti (Familie)

rad II. genannt wird. Dessen Sohn Ottonc war um 1975 Vicecomes des MailänderErzbisthums, ein anderer desselben Namens Consul zur Zeit Friedrich Barbarossa's.Die größere Bedeutung der Familie entstand aber erst, als der heroische Lombardenbund ineine Menge größerer oder kleinerer meist tyrannischer Herrschaften zerfiel, und die Machtderselben befestigte sich nur nach dem Sturze des rivalisirenden Hauses dclla Torrc (S.Thurn und Taxis.) Den Grund zu solcher Macht legte Otto V., Erzbischof vonMailand, gest. 1258. Er hinterließ die Herrschergewalt seinem Neffen Matteo dernach manchem Glückswechsel >312 Guido della Torre vertrieb und, als Kaiser Heinrich VII.nach Italien kam, den Titel eines kaiserlichen Statthalters erhielt, den er mit dem einesHerrn von Mailand verband. Er starb 1322. Sein Erbe war sein erstgeborener SohnGaleazzo, der von mächtigen Feinden und seinen eigenen Brüdern gedrängt, durchLudwigden Baier 1327 im Schlosse zu Monza eingekerkert wurde und am folgenden Jahre imLucchesischen starb. Ihm folgte sein Sohn Azz o, geb. 1292, der seine Herrschaft weitumher ausdehnte und ebenso tapfer im Felde als trefflich im Frieden sich bewies, aber schon1329 starb. Da er keine Söhne hatte, folgte ihm sein Oheim Lucchino, ein SohnMatteo V.'s, der die großen Besihkhümer vermehrte und zuerst in seiner Familie als Be-schützer der Wissenschaften und Künste hervortrat. Er schätzte Petrarca, mit dem er inBriefwechsel stand, und dichtete auch selbst. Nach seinem Tode im I. 1349 folgte ihmsein Bruder Giovanni, Erzbischof von Mailand, der auch Genua unter seine Herrschaftbekam und noch eifriger für die Wissenschaften wirkte. Petrarca hatte in ihm einen großenGönner. Er starb 1354. Auf Giovanni folgten gemeinschaftlich seine drei Neffen,Matteo II., Bernarbo und Galeazzo >1. Matteo starb schon nach einem Jahre; diebeiden andern Brüder, obwol tapfer im Kriege, machten sich ihren Untcrthanen durch Grau-samkeit und viele Laster verhaßt. Die Geschichte dieser Glieder der Familie ist eine fast un-unterbrochene Kette von willkürlichen und grausamen Handlungen, für welche der Schutz,den Einer und der Andere von ihnen der Wissenschaft und ihren Pflegern gewährte, keinenErsatz geben konnte. Dazu waren sie stets bereit, gegeneinander zu conspiriren und einanderaus dem Wege zu räumen.> Auf Galeazzo II. folgte >378 sein Sohn Gian Ga-leazzo, der seinen Oheim Bernabo in das Castell zu Trezzo einschloß und allein die Negie-rung übernahm. In ihm erreichte die Familie Visconti den Gipfel ihrer Größe und ihresGlanzes. Er verschaffte ihr 1395 vom König Wenceslaw die Herzogswürde und die Aner-kennung von mehr Besitzthümern, als irgend einer seiner Vorgänger besessen. Seiner Herr-schaft wurden sogar Pisa, Siena, Perugia, Padua und Bologna unterthan, und nichtundeutlich ließ er die Absicht merken, den Königstitcl von Italien anzunehmen, eine Ab-sicht, welche die Republiken Florenz und Venedig durch immer crneüte Kriege zu vereitelnsuchten, als der Tod durch Gift im I. 1492 seine ehrgeizigen Plane vereitelte. Mit groß-artigem Sinne hatte er Wissenschaften und Künste, indem er die berühmtesten Männer anseinen Hof.zog, gefördert, die Universität zu Piacenza wiederhergestellt, Pavia gehoben undeine große Bibliothek gestiftet. Auch große Werke der Baukunst wurden unter seiner Regie-rung begonnen, z. B. der Mailänder Dom, die Certosa bei Pavia und die Tessinbrücke beiletzterer Stadt. Gian Galeazzo hinterließ drei Sohne, Giammaria, Filippo Ma-ria und den unehelichen Gabriel, unter welche das Land vertheilt wurde. Uneinigkeit,Unbesonnenheit und andere Jugendfehler dieser Fürsten untergruben die Macht des Hauses,das nun auf die engsten Grenzen beschränkt wurde. In den meisten lombard. Städten war-fen sich einzelne mächtige Bürger zu Gebietern auf, und die benachbarten Staaten ergriffendie günstige Gelegenheit, auf Kosten der Visconti ihr Eigenthum zu vergrößern oder ehe-mals besessenes wieder an sich zu bringen. So nahmen die Florentiner Pisa, und dieVenetianer nach und nach Padua, Vicenza, Verona, Brescia und andere Städte weg.Giammaria machte sich durch Grausamkeiten verhaßt und wurde >412 das Opfer einerVerschwörung. Filippo Maria regierte nun allein und sah sich während der 35 Jahre, dieer noch lebte, bald auf dem Gipfel des Glücks, bald am Rande des Abgrunds. So oft erauch mehre der verloren gegangenen Städte wiedereroberte, ebenso oft büßte er sie Wiede«ein; besonders wurden seine letzten Lebensjahre durch Feindseligkeiten der Venetianer oec-hftkert, die oft bis unter die Mauern von Mailand rückten und alles Land ringsum yex.