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14 (1847) Sueven bis Viterbo
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zu zählen ist. Das Werkzeug, wodurch die Sailen der Violine klingend gemacht werden, istder Bogen. Die Güte des Tons einer Violine besteht in Klarheit und Reinheit, Kraft, Fülleund leichter Ansprache. Corelli aus Nom und Veraziui aus Florenz waren die Ersten, welchedie Violine kunstmäßig spielen lernten. Corelli errichtete >728 zu Padua eine Musikschule,welche die Hauptschule für alle spätere Violinspieler wurde. Die deutsche Violinschule, ge-gründet von Joh. Stamitz und von Leop. Mozart, und die sranz. Schule, gegründet vonLecler und Gaviniez, folgten der ital. Schule Cardini's, aus welcher Nardini hervorging.Die bekanntesten Anweisungen zur Erlernung des Violinspiels sind die von Löhlein (neuherausgegeben und vermehrt von Neichardt), Leop. Mozart, Rode, Kreuher, Baillot (ge-ordnet von Letzten« und vom pariser Conservatorium angenommen), Fröhlich in Würz-burg und Campagnoli in Hannover. Als die berühmtesten neuern Violinspieler sind zuerwähnen Rode, Spohr, Lafont, Kreutzer, Viotti, Polledro, Lipinski, Mayseder, FranzSchubert, Paganini, Vieuxtemps, Ole Bull, Ghys, Prume, Leonard, David, MoschelcS,Bazzini und Ernst.

Viölon, Contrabaß oder Baßgeige nennt man das größte Geigeninstrument,welches bestimmt ist, den Grundbaß zu führen. In dem ital. Orchester hat das Violon ge-wöhnlich nur drei Saiten, in Deutschland meist vier, anderwärts sogar fünf Saiten. Dievier Saiten werden in L, <1, g gestimmt und klingen um eine Octave tiefer als auf demVioloncello (s. d.). Die beste Schule für das Violon schrieb Wenzel Hause. Neuerdingsist dasselbe auch zu Solovorträgen gebraucht worden; doch ist die Schwerfälligkeit von dem-selben nie ganz zu trennen.

Violoncello oder kleine Baßgeige, auch Schello genannt, steht in Hinsichtseiner Größe sowie in Hinsicht auf die Tiefe und Stärke seiner Töne zwischen der Bratscheund dem Violon in der Mitte. Es hat ganz den Bau der Violine (s. d.) und Bratsche,nur daß es größer ist. Es ist ebenfalls mit vier Darmsaiten bezogen, wovon die beiden tiefstenmit Draht übersponnen sind. Die Stimmung der Saiten ist in (^, 6, <1, u, also wie bei derBratsche, nur eine Octave tiefer. Sein ernster, bedeutsamer Ton überhaupt, seine durch-dringende, angenehme Tiefe, seine volle, ansHerz sprechende Mitte und Höhe eignen dasselbezu ernsten, charakteristischen und eindringlichen Melodien und besonders zur Grundlage desBogenquartetts. Die Noten für das Violoncello werden in den k'- oder Baßschlüssel gesetzt,und cs geht dieses Instrument auch meist mit dem Contrabasse, obgleich seine Töne um eineOctave höher klingen als die Töne des letzter». Oft jedoch lassen neuere Componisten, wieCherubim, Beethoven, Weber und Spontini, das Violoncello in besondern Gängen hervor-treten. Für dieTLne, welche das 6 oder e übersteigen, wird gewöhnlich der Tenor- oder auch,besonders für die ganz hohen Töne in Concerten, Solos u. s. w-, der 6- oder Violinschlüsselgebraucht. Das Violoncell ist eigentlich nur eine vervollkommnete Umgestaltung der früherüblichen Gambe (s. d.), und wurde erst später als Soloinstrument gebraucht. Der Erfinderdesselben war Tardieu, ein Geistlicher von Tarascon, im Anfänge des 18. Jahrh. Anfangsbezog man es mit fünf Saiten, nämlich 6, 6, cl, s, 6; >725 aber schaffte man das 6 alsüberflüssig wieder ab. Als berühmte Violoncellspieler sind zu erwähnen Mara, Schlick,Beruh. Nomberg, Kraft, Merk, Knoop, Bohrer, Dotzauer, Kummer, Servais und Schu-bert. Anweisungen zumVioloncellspiel gabenKauer, Romberg und Dotzauer (Wien >833).

Viotti (Giov. Battista), ein ausgezeichneter Violinspieler und Komponist für seinInstrument, geb. zu Fontana in Piemont >753, war Violinist in der königlichen Kapelle zuTurin, als er >780 seine erste Reise ins Ausland antrat. In Paris erregte er seit 1782außerordentliches Aufsehen, bis die Revolution ihn vertrieb. Hierauf wendete er sich 1790nach London, wo er gleichen Beifall fand und als Soloviolinist im Salomoni'schcn gro-ßen Concert und später auch als Director des Opernorchesters angestellt wurde. Nebenbeitrieb er Handlungsgeschäfte, namentlich Weinhandel. Jm J. >798 plötzlich von Londonverwiesen, ging er nach Hamburg, wo er nun auf dem Landsitze eines Freundes sich aufhielt.Zm Winter >819 übernahm er die Direckion der großen Oper in Paris, die er aber baldniederlegte. In der Folge kehrte er nach England zurück, wo er am 3. März >82-1 zu Londonstark. Sein Ton war stark und voll und sein Spiel verband mit Reinheit, Genauigkeit und