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Zomsburg im Wendenlande" (deutsch von Giescbrecht, Dtett. 1827). Eine frühere Zeitwollte bn hciterm Wetter die Ruinen des alten V. an der östlichen Seite der Insel Usedomerkennen, allein neuereUntersuchungen haben nachgewiesen, daß diese angeblichen Ruinen einRiff sind. Andere suchten die alte Stadt anderwärts; noch Andere bestritten das ganze Vor-handensein eines Handelsplatzes dieses Namens.
Vinland, d. i. Wcinland, die Hauptansiedelung der alten Normannen in Nord-amerika, namentlich in dem heutige» Massachusetts und Rhode-Zsland in den VereinigtenStaaten, wurde zum ersten Male von Bjarne Herjulfson gesehen, als dieser im Sommer986 auf einer Reise von Island nack Grönland, wohin sein Vater Hcrjulf nebst Erich demRothen, dem ersten Ansiedler dieses Landes, sich im Frühjahr begeben hatte, dorthin ver-schlagen worden war. Jedoch betrat Bjarne nicht das Land, welches erst im I. >966 vonLeif dem Glücklichen, einem Sohne Erich's des Rothen, besucht wurde. Dieser baute daselbsthölzerne Häuser, Leifsbüdir genannt. Ein Deutscher, Namens Tyrker, der den Leif aufdieser Reise begleitete, entdeckte daselbst Weinreben, die ihm von seinem Vaterlande bekanntwaren und nach welchen Leif das Land benannte. Zwei Jahre darauf begab sich LeiffsBruder, Thorwald, dortbin und ließ iisi A. I ^Z'während des Sommers eine Untersuchungs-reise längs der Küsten südwärts unternehmen, wurde aber im Sommer >66-1 auf einernördlichen Schiffahrt in einem Scharmützel mit einigen Eingeborenen erschlagen. Der be-rühmteste der ersten Entdecker Amerikas ist indessen Thorfinn Karlsefne, ein Isländer,dessen Genealogie die ältesten Schriften auf dän., norweg., schweb., irländ. und schvt. Vvr-ältern zurückführen, deren einige königliche Geschlechter waren. Im I. 1666 besuchte er aufeiner Handelsreise Grönland, und heirathete daselbst Gudrid, die Witwe Thorstein's, einesSohnes Erich's des Rothen, welcher das Jahr vorher auf einer mislungenen Reise nachV. ums Leben gekommen war. Nebst seiner Frau und einer Mannschaft von l6v M. ginger im Frühjahre >667 mit zwei Schiffen nach V., wo er sich die folgenden drei Jahre auf-hielt und mit den Eingeborenen mehrfachen Verkehr anknüpfte, und wo ihm Gudrid >668den Sohn Snorre gebar, der der Stammvater eines auf Island angesehenen Geschlechtswurde, zu welchem mehre der ersten Bischöfe des Landes gehört haben. Sein Tochtersohnwar der berühmte Bischof Thorlak Runolfson, welcher das erste Kirchenrecht Islands her-ausgab. JmJ. Il2> fuhr der Bischof Erich von Grönland nach V., wahrscheinlich umseine dort angesiedelten Landsleute im Glauben zu bewahren. Rafn hat in seinen „Xnti-gnitates americsnse" die vollständige Sammlung der Quellenschriften zur vorcolumbischenGeschichte Amerikas herausgegeben und in geographischen Untersuchungen die Gründe fürdie Bestimmung der Lage des Landes dargestellt. Die in den alten Reisebeschreibungen ent-haltenen Angaben über das Klima, den Erdboden und die Landesproducte sind treffend.Auch Adam von Bremen berichtet von dem dän. Könige Sveinn Estridson, daß das Landseinen Namen daher erhalten hatte, weil die Weinreben dort wild wuchsen, sowie auch diespätem Wiederentdecker aus dem nämlichen Grunde die unweit der Küste befindliche großeInsel Martha's Vineyard benannten. Ferner werden genannt wildwachsender Weizen(Mais), Mvsur (^cer rubrum), Rauchwerk und Zobel, Walfische, Eidergänse, Lachse undHeilbutten. Indessen ist es doch die Zusammenstellung der nautischen, geographischen undastronomischen Angaben, welche die Lage außer allen Zweifel setzt. Die Reise vonGrönlandaus nach V. wird nach Tagesfahrtcn (<Iaez;r, zu 27—36 M.) gerechnet. Von Grönlandbis zur Insel Helluland (Neufundland) waren vier, von da bis nach Markland (Nova8cot!s) drei und von da bis nach V. zwei Tagereisen. Das Land war ohne Gebirge, mitWald bewachsen, undhattevielekleineHügel. Die Normannen kamen an ein Vorgebirge, daseinem andern Vorgebirge gegenüber an der Mündung eines Busens lag, woselbst sie unweg-same Einöden und lange Meeresufer und Dünen von wunderbarem Ansehen fanden, dahersie dieselben Furdustrandir und das Vorgebirge Kjalarnes nannten. Diese Beschreibungpaßt genau auf Cap Cod. Ihre Hauptniederlassung nannten sie Höp, weil sie an einerkleinen Bucht lag, die durch einen Fluß und einen Einschnitt des Meeres gebildet wurde(jetztMountHopeBai). Hierzu kommt noch das astronomische Merkmal. Es heißt nämlich,daß die Sonne an dem kürzesten Tage in diesem Lande am Anfänge des Dagmäl aufgehe undam Ende des Eykt untergehe, welches Rafn in seinem ,Memoire sur la ckecouverts cks