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14 (1847) Sueven bis Viterbo
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Vincent von Beauvais Vinci

Vincent von Beauvais, lat. gewöhnlich Vincenlius Lellnvucenris genannt, eingelehrter Mönch im Dominicanerkloster zu Beauvais, gest. um 1264, verfaßte auf Veran-lassung Ludwig'sIX., Königs von Frankreich, dessen Söhne er unterrichtete, unter demTitel8jiec,ilum gnadruplex" eines der ersten encyklopädischen Werke, welches eine rechtgute Übersicht von den zu jener Zeit gangbaren Kenntnissen gibt und in vier Theile zerfällt,in das8j>ecul>liil naturale",8;>ec»Iiim cioctrinale",8;>ecu!iim inorale" und8psculrundistoriale". Dem Ganzen ist die8umma" des Thomas von Aguino zum Grunde gelegtund das8pec»Ium morale" wurde erst später von einem Ungenannten hinzugefügt.

(S. Encyklopädie.) Die erste Ausgabe erschien zu Strasburg >47376(4Bde., Fol.),die letzte zu Douay 1 624 (4 Dde., Fol.). Unter den übrigen Schriften des V., dir wir auchin einer Gefammtausgabe (Bas. 1481, Fol.) besitzen, ist dieVs ernclitione llliorum re-galium" (deutsch von Schlosser, 2 Bde., Franks. 1819) besonders hervorzuhcben.

Vincent de Paula, der Stifter der Priester der Mission und dcr8oeurs 6e lacliar'ite et tle I'as)'Is üos enkaus trouvez (s. Barmherzige Schwestern), geb. am !24. Apr. t 576 in dem Dorfe Povi in Frankreich, studirtc zu Toulouse und erhielt endlich jeine Pfarre zu Clichy. Mit Hülfe der reichen und frommen Familie von Gondy stiftete kr !1624 eine Mifsionscougrcgation, deren Glieder zunächst bestimmt waren, den Armen dasEvangelium zu predigen und acht Monate des Jahres als Seelsorger, Krankenpfleger undals Beförderer der Sittlichkeit unter dem Landvolke zuzubringen. Daneben sollten sie auchsich selbst zu einem erbaulichen Wandel erwecken und künftige Landpriester zu ihrem Berufevorbilden. Ihr Hauptsitz war das Stift St.-Lazarus zu Paris, wovon sie auch den NamenLazaristen (s. d.) empfingen. Nach dem Tode des Stifters, am,27.Sept. >66», habensie sich weiter ausgebreitet und eine vielseitige Geschäftigkeit gezeigt. V. aber wurde unter dieHeiligen versetzt. Vgl. Graf Stolberg,Leben des V. de Paula" (Wien !8IV).

Vinci (Leonardo da), das Haupt der florentin. Malcrschule, geb. 1452 in dem FleckenVinci bei Florenz, war der uneheliche Sohn eines Notars. Schon in früher Jugend beschäf- l

tigten ihnMalcrei, Plastik, Anatomie, Architektur, Geometrie, Mechanik, Poesie und Mufik; ;

zugleich war er neben dieser geistigen Vielseitigkeit einer der schönsten, gewandtesten undstärksten Menschen seiner Zeit. Aus seiner Jugend werden mehre künstlerische und besondersmechanische Schwänke erzählt, die von Anfang an auf eine geniale und überreiche Naturhindeuten. SeinenLehrer, den Maler und Bildhauer Andrea delVcrrocchio, überkraf ersehrbald; ein Engel, welchen V. in dessenTaufe Christi" hineingemalt, soll dem Lehrer sogardie Palette gänzlich verleidet haben, indem er seine Arbeit weit übertroffen sah. Ein phan-tastisches Ungethüm und ein Medusenkopf waren V.'s erste Arbeiten; dann werden zweiCartons, Neptun im Sturm und der Sündenfall, die beide nicht mehr vorhanden find, vor-züglich gerühmt. Im I. > 482 berief ihn derHerzog von Mailand, Lodovico Maria Sforza,in seine Dienste, zunächst nur als Musiker und Improvisator. Doch bald stiftete V. einegroße Kunstakademie und zog die mailänd. Maler an sich, um ihrer ganzen Schule bald eineneue Richtung zu geben. Für seine Schüler schrieb er seinenDruttuto ölslla pitturu";weit mehr aber wirkte er durch sein großes Beispiel. Er verfertigte das kolossale Modell einer jReiterstatue des Franc. Sforza, welches von den Zeitgenossen als Wunderwerk gepriesen )wurde, aber zu Grunde gegangen ist. Besser, obwol noch traurig genug, war daS Schicksaldes weltberühmten Abendmahls in dem Refektorium der Dominicaner von Santa-Mariadelle Grazia, über welches mehre unerwicsene Anekdoten gehen, wie z. B. daß V. in demJudaSkopfe den Prior des Klosters portrailirt; daß er den Christuskopf, weil er die Göttlich-keit desselben für unerreichbar erkannt, unvollendet gelassen u. s. w. Leider ist dieses herrlicheFrescogemälde, von dem wir indeß mehre alte, treffliche Kopien besitzen, durch Vernach-lässigung sehr beschädigt worden; doch läßt sich noch sehr wohl die Schönheit der Com-position, der Gruppirung und der Einzelheiten erkennen. Bewundernswürdig sind von demKünstler die verschiedenen Charaktere der Apostel bezeichnet, in deren Mitte die göttlicheChristusgestalt sich wie eine Tonne unter den Sternen hervorhebt. Einen kostbaren Kupfer-stich des Abendmahls lieferte Rafael Mvrghen. Auch einige Portraits, worunter das unterdem Namen Va belle kerronoisre, fallen in die Mailand. Zeit V.'s ; ebenso die leider ver-schwundene, ehemals in Kassel befindliche Carita, mehre Madonnen u. s. w. Außer der ^