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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
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581
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Varus

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ohne Lücken sind. Eesammtausgaben besorgten H. Stephanus mit Z. Scaliger's Anmer-kungen (letzte Ausg., Par. 1585) und Ausonius Popma (Leyd. 1801); die Bücherve rsrustics" wurden am besten von I. G. Schneider in den8criptores rei rusticae" (Bd. I,Lpz. 1794), dieve lingus Ist." von Spengel (Berl. 1826), wozu nochLmenclstionssVsrronisnse" (Münch. 1830) kamen, und von K.O. Müller (Lpz. 1833) bearbeitet. Vonden übrigen Schriften besitzen wir nur noch Bruchstücke. Namentlich ist dies der Fall bei dereigenthüinlichen Gattung von Satire, welche V. in bald prosaischer, bald poetischer Form be-handelte und die nach ihm den Namen 8stirs Vsrronisus oder nach dem bekannten CynikerMenippus (s. d.) 8stirs Llenchpes erhielt. (S. Satire.) Vgl. Öhler,Vsrronis 8S-tursruin Llenchpesrum re!iguise"(Quedlinb. und Lpz. 1844). Außerdem gibt es von ihmnoch viele Fragmente in den Schriften des Augustinus und eine Reihe sogenannter morali-scher Sentenzen , die bis in die neueste Zeit aus Handschriften vermehrt worden sind. Elfterewurden am besten von Franckcn inVrsgments Vsrronis, <i»se inveniuntnr in lilrris Vn-xustini" (Leyd. 1836), letztere von Devit in der Schrift8ententiss m. 1'. Vsrronis ma-jori ex psrte insüitse" (Pad. 1843) zusammengestellt und erläutert. Vgl. Pape,vis-sertsiio bistorico-ütersris <Ie V." (Leyd. 1835). Zu unterscheiden von diesem ist derepische Dichter Publius Terentius Varro, mit demBeinamen Atacinus, weil er ausder Gegend des Flusses Atax im narbonensischen Gallien gebürtig war, der von 8237v. Ehr. lebte. Wir kennen von ihm zwei größere Gedichte,Vrgonsutics", eine freie Nach-bildung des gricch. Gedichts des Apollonius von Nhodus, und ein zweitesve llello 8e-qusnico" oder über den Krieg des Cäsar mit den Sequancrn, von denen die noch vorhande-nen Bruchstücke in Wernsdorf,vüetss Ist. minores" (Bd. 5) gesammelt und erklärt wor-den sind. Vgl. Wüllner,ve Vsrronis ^tscini vits et scriptis" (Münst. 1829).

Varus (Publius Aktivs), ein Anhänger des Pompejus, wurde beim Ausbruch desBürgerkriegs im I. 49 v. Chc. aus Picenum durch die Cäsarianer vertrieben und entflohnach Afrika, daserimJ.5l als Proprätor verwaltet hatte. Von Ligarius (s. d.) aus-genommen, wehrte er mit diesem dem Tu b er o (s. d.) den Zutritt in die ihm vom Senat be-stimmte Provinz und hielt sich, als Cäsar's Legat, CajuS Scribonius Curio (s. d.),ihn bekriegte, zu Utica gegen dessen Belagerung, von der ihn der numid. König Juba (s. d.),welchem Curio unterlag, befreite. Als nach der Schlacht bei Pharsalus die versprengtenPompejaner sich in Afrika unter Metellus Scipio sammelten, befehligte V. einen Theil derFlotte. Er entkam nach der Schlacht bei Thapsus nach Spanien und fand daselbst, nach-dem Cajus Didius seine Flotte bei Carteja geschlagen hatte, in der Schlacht bei Mundaim J. 45 den Tod. Publius Quin c tili u§ V., bekannt durch seine Niederlage gegenHermann, stammte aus einem altpatricischen Geschlecht, war im I. 13 v. Chr. Consul underhielt im I. 4 v. Chr. die Statthalterschaft in Syrien, wo er einen Aufstand der Juden mitHärte unterdrückte und sich bereicherte. Von Syrien aus wurde er im I. 6 n. Chr. nachGermanien versetzt, um den Befehl über die niederrheinischcn Legionen und die Statthalter-schaft über das seit Drusus den Römern untergebene Land zwischen Rhein und Weser, daser zur röm. Provinz einrichten sollte, zu übernehmen. Unklug führte er die röm. Formenlin, ohne eine schonende Rücksicht auf die Eigenthümlichkcit des der Freiheit noch nicht ent-wöhnten Volks zu nehmen; namentlich durch die Art und Weise, wie er die Jurisdictionin strenger röm. Form handhabte und körperliche Strafen, die den Germanen fremd undentehrend waren, verhängte, über Leben und Tod aus eigener Machtvollkommenheit das Ur°theil sprach, wurde das ganze Volk verletzt und erbittert. Es fand einen Führer in demCherusker Hermann (s. d.). Mehrfach gewarnt, ließ sich V., der überhaupt wie in einemlängst befriedeten Lande sorglos verfuhr, und seine Truppen nicht zusammen und in strengerÜbung gehalten hatte, von Hermann täuschen und ins Innere des Landes locken, bis er zuspät die Gefahr erkannte, und auf dem Rückzug im Teutoburger Wald (s. d.) im Spät-sommer des 1.9 die furchtbare Niederlage erlitt, die unterdemNamen derHermanns- oderVarusschlacht bekannt ist. Als er den unvermeidlichen Untergang seines wohl 50000M.starken Heeres wahrnahm, stürzte er sich, um die Schmach nicht zu überleben, ins eigeneSchwert, wie einst, im J.42v.Chr., sein Vater Sextus Quinctilius V. nach dem Ver-lust der Schlacht bei Philippi sich selbst getödtet hakte. Seinen Leichnam verstümmelten die

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