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Varna
Varichagen von Ense
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des Augustus und Agrippa pries, ferner ein Gedicht „Vs mnrtv", welches wahrscheinlichden Tod des Julius Cäsar zum Gegenstand hatte, und endlich ein von den Alten allgemeingerühmtes Trauerspiel „'liiertes". Nur noch sehr wenige Bruchstücke sind vorhanden,welche Weichcrt in „Vs v. Vsrii et6nssi'i ksrmensis vita st carmillibus" (Grimma 1836)einer sorgfältigen Prüfung unterworfen hat.
Varna, nach Einigen das alte O dessos, der Hauptstapelplatz des Handels der Bul-garei und Walachei mit Konstantinopel, liegt an der Westküste des Schwarzen Meers andem Meerbusen gleiches Namens, der einen schönen Hafen bildet und in den der sumpfigeDewinasee, der untere Theil des Varnaflufses, mündet, und gehört zum Ejalet Silistria inder europ. Türkei. Die Stadt ist durch eine Citadclle und andere Festungswerke befestigt,bildet einen Kricgshafen, ist der Sitz eines griech. Metropoliten und hat 26006 E. Ver-möge ihrer Lage als nördlichster guter Hafen der europ. Türkei am Schwarzen Meer anden nordöstlichen Ausläufern des Balkan ist die Stadt von strategischer Wichtigkeit unddeshalb schon oft der Schauplatz von Kämpfen gewesen. Hier erlitten am 26. Nov. >444die Ungarn unter Wladislaw lV. eine blutige Niederlage. Im I. > 616 wurde die Stadt vonden Kosacken vom Dniepr her genommen, die daselbst 3006 christliche Sklaven befreiten.In dem Kriege von > "83 widerstand sie den Anstrengungen der Russen, ungeachtet sie aufder Seite des offenen Feldes als Befestigung nur einen alten sechseckigen Thurm mit blosenErdverschanzungen hatte. Erst in der neuern Zeit erhielt V. regelmäßigere Befestigungenauf der Meer- lind Flußseite. In dem Kriege zwischen Rußland und der Türkei im I. > 828ergab sich die Stadt mit Capitulation.
Varnhagen von Ense (Karl Aug.), geb. 1785 zu Düsseldorf, kam frühzeitig inFolge des Todes seines Vaters nach Hamburg und studirte dann in Berlin Arzneiwissen-fchaft, zugleich aber auch mit großem Eifer Philosophie und alte Literatur. Schon 1864gab er mit A. von Chamisso einen „Musenalmanach" heraus. A. W. von Schlegel's Vor-lesungen und Fichte's Bekanntschaft befestigten ihn in jenen letztem Studien, die er später inHamburg, Halle, Berlin und Tübingen fortsehte. Im I. 1869 ging er von Tübingen, alsder ostr. Krieg ausgebrochen war, auf großem Umwege zur östr. Armee, wo er nach derSchlacht bei Aspern zum Offizier befördert wurde. Bei Wagram wurde er verwundet unddarauf nach Wien gebracht. Erst im Herbst bei seinem Regiment in Ungarn wieder eintrcf-fend, kam er mit dem Obersten, nachherigen General, Prinzen Bentheim, in ein näheresVcrhältniß und begleitete diesen nach dem wiener Frieden als Adjutant auf mehren Reisen,so auch l 8> 6 nach Paris an den Hof Napoleon's. Hier sowie später verband er literarischeund politische Thätigkeit; i« Prag machte er die nähere Bekanntschaft,des Ministers vonStein; auch kam er mit Justus von Grüner in Verbindung. Als die Ostreicher 1812 amruff. Feldzuge Theil nahmen, verließ er deren Dienst und begab sich nach Berlin, wo erHoffnung hatte, in den Civildienst zu treten. Bei der Wendung der Dinge im J. 1813nahm er wicderMilitairdiensteund zwar, unterzugestandenemVorbehaltseinespreuß-Dienst-beruss, als russ. Hauptmann. Mit Tettenborn ging er zuerst nach Hamburg, dann beglei-tete er denselben als dessen Adjutant auf seinen Zügen nach Paris. Noch während des Kriegsgab er die „Geschichte der Hamburger Ereignisse" (Land. 1813) in einer gedrängten Dar-stellung und darauf die „Geschichte der Kriegszüge Tettenborn's" (Stuttg. > 8 l 4) in Druck.Zn Paris empfing er von Preußen die Berufung in den diplomatischen Dienst, worauf er1814 dem Staatskanzler Hardenberg zum Congreß nach Wien folgte. Hier schrieb er imAuftrag des Erster» unter Anderm eine Schrift über Sachsen. Nach dem Wicderausbruchdes Kriegs im I. 1815 begleitete er den Fürsten von Hardenberg nach Paris und wurdedann Ministerresident in Karlsruhe. Seit >819 lebt er ohne Anstellung mit dem Titel eines.Geh. Legationsraths meist in Berlin. Seine sehr zahlreichen Schriften gehörten anfangs der ro-mantischen Dichtweise, später der Biographie und literarischen Kritik an. D. ist ohne Zweifeleiner der ersten lebenden deutschen Prosaiker. Sein Stil, sichtlich nach Goethe gebildet, istzumTheil so geglättet, daß ihm ein entschiedener Charakter abgeht, wie dies z. B. bei seiner „Ge-schichte des wiener Congresses" in den „Vermischten Schriften" stattfindet; weit frischer undlebendiger sind viele seiner Biographien. Folgende sind seine Hauptwerke: „Deutsche Er-
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