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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
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577
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Varel Variation 577

in Santa-Maria nnova zu Perugia gemalt. Später wendete er sich wieder ganz dem um-irischen Stile zu, und wurde der Hauptrepräsentant der schönen Sentimentalität, der zar-ten Anmuth, des schwärmerisch sehnsüchtigen Ausdrucks, welche diese Schule auszeichnen.Seine Gemälde aus der besten Zeit sind groß und einfach componirt, die Stellungen vollAnmuth, der Ausdruck rein und holdselig, die Farbe oft tief und glühend. Heftig bewegteScenen malte V. nicht; Kraft und Leidenschaft waren nicht seine Sache. Unter seinen Staf-scleigemälden ist vorzüglich die große Kreuzabnahme vom I. I ISS in der Galerie Pitti bc-rühmt; unter seinen Fresken das Crucisix mit den Heiligen (im Kloster Santa-Maria Mad-dalena in Florenz); die Scenen aus dem Alten Testamente und der alten Geschichte nebstAllegorien und mythologischen Gestalten, womit er um I5V» die Halle des Wechselgerichts(Oiimdio) in Perugia schmückte; die Geburt Christi (in San-Francesco del Monte bei Pcru-i gia) und andere. In seinen spätem Jahren arbeitete er auf Speculation und verfiel in ein-

> förmige und leere Manier. Unter seinen zahlreichen Schülern sind nächst Rafael (s. d.)

. besonders Giovanni lo Spagna, Eiannicola, Adone Doni, Paris Alfani, Francesco Uber-1 tust und Nocco Zoppo zu nennen; Pinturicchio (s. d.) scheint eher Zeitgenosse und Ge-- hülfe V.'s als sein Schüler gewesen zu sein.

i Varel, eineHerrschast der Reichsgrafen Bcntinck (s. d.) von 2'/z lüM. mit 6660 E.im Sroßhcrzogthum Oldenburg und unter des Großherzogs Oberhoheit. Der gleichnamigeHauptort mit 3-tOV E. hat einen Hafen, ein Fort (Christiansburg), ein Seebad, eine prote-stantische Kirche und ein Waisenhaus. Die Einwohner sind sehr gewerbthätig und treibenlebhafte Schiffahrt unter eigener Flagge, Fischerei und Viehhandel.

Vtlnae leetiouez ist der seit Wiederherstellung der Wissenschaften, besonders im 16.Zahrh., häufig gebrauchte Titel von solchen Schriften, in denen allerhand grammatische, kri-. tische und auch sachliche Bemerkungen zu den alten Schriftstellern niedergelcgt sind. Als diebekanntesten Verfasser derselben aus früherer Zeit nennen wir P. Victorius (s'd.), Mu-retus (s-d.), Mercurialis (s. d.), Th. Canter, Justus Lipsius (s. d.) und Neine-, sius (s. d.). Auch besitzen wir schon aus dem 5. Jahrh. n. Chr. unter der AufschriftV-r-

. ! risrum libri XII", nämlich epistolarum, eine von Cassiodorus (s. d.) veranstaltete^ Sammlung sehr wichtiger Schreiben und Verordnungen.

Varianten, lat. vsriae lectivne», auch vurietss lectionis, nennt man die abweichen-, den oder verschiedenen Lesarten in den Handschriften eines und desselben alten Schriftstellers,

. . welche von den Abschreibern selbst bald durch Unkunde der Sprache, bald durch Fahrlässig-keit beim Schreiben oder durch falsches Horen beim Dictiren eines Zweiten, bald endlich durch, unzeitige Verbesserungssucht veranlaßt wurden. Zugleich begreift man darunter die Zusätze

, und Auslassungen einzelner Wörter oder ganzer Sätze und Stellen, mag dies von den Ab-

^ schreiben, aus Versehen oder mit Absicht geschehen sein. Eine möglichst vollständige Samm-

, lung solcher Varianten heißt der kritische Apparat, die Sichtung und Würdigung derselben

, aber und die dadurch bedingte Wahl der echten oder ursprünglichen Lesart ist Aufgabe der

, nieder» oder Wortkritik. (S. Kritik.) Den mit Benutzung dieser handschriftlichen Hülfs-

. mittel neu construirten Text einer Schrift bezeichnet man mit dem Namen einer R ecen-

sio n (s. d.). Erst in neuerer Zeit hat man mehr Sorgfalt auf Vergleichung der alten Hand-, schriften, sowie auf die Zusammenstellung und Sichtung der daraus gewonnenen Lesartenverwendet, und Ausgezeichnetes haben in dieser Hinsicht Jmm. Bekker, W. Dindorf, Wester-mann, Klotz, Kritz, Sintenis, Orelli, Fickert und viele Andere für die griech. und röm.Schriftsteller, Lachmann für die altdeutschen Dichter, besonders das Nibelungenlied, geleistet.Auch hat man angefangen, in den Werken neuerer Dichter, wie in der GLschen'schen Aus-^ gäbe der Werke Wieland's, in der Ausgabe der Gedichte Bürger's von Dohtz, neben den Än-r derungcn letzter Hand die früher« Lesarten noch hinzuzufügen.

r Variation heißt in der Musik überhaupt eine auf mannichfache Art veränderte Wie-, derholung eines musikalischen Satzes. Eine solche Veränderung wird durch Zergliederungr und Verkleinerung der Hauptnotcn der Melodie, durch Einmischung durchgehender, harmo-.. nischer Neben-oder Wechselnoten, melodische Verzierungen der einfachen Noten und andere

h ! dergleichen Hülfsmittel, zum Theil auch durch veränderte Harmonie u. s. w. bewirkt. Der^ ! Conv.-Lex. Neunte Ausl. XIV. 27