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Bandamme 573
sich von Theodorich (s. d.), dessen Schwester Amalfried ihm vermählt war, eine gsth.Hülfsschar erbitten, um den Mauren zu widerstehen. Hilderich, der Sohn Hunnerich's undder Tochter der Eudoxia, wurde nach ihm König und behauptete sich gegen Amalfried, dieer schlug und gefangen nahm; seine Neigung zu den Römern aber, bei denen er lange inKonstantinopel verweilt hatte, und seine Begünstigung der Katholischen erweckten Unzu-friedenheit bei den Wandalen. So gelang es seinem Vetter Gelimer, ihn im I. 530 zustürzen; für ihn verwendete sich der vström. Kaiser Justinian, der endlich, als Gelimer ihndurch höhnische Antworten verletzt hatte, im J.533 den Belisarfs.d.) gegen ihn absendete.Mit nur 15000 M. landete dieser in Afrika; Gelimer ließ den Hilderich und seine Söhneermorden, gab aber, als er das erste Treffen verloren hatte, Karthago preis, dasBelisar, der,milde und klug, die Bewohner des Landes an sich zog, besetzte, und floh, nachdem er in einerzweiten Schlacht geschlagen worden, auf eine Bergfeste in Numidien. Won Belisar belagertund durch Hunger bedrängt, ergab er sich ihm im Z. 534; er wurde in Konstantinopel imTriumph aufgeführt und endete sein Leben in Kleinasien, wo er durch Justinian Güter er-halten hatte; die meisten Vandalen waren nach Asien gebracht worden, wo sie im Krieggegen die Perser gebraucht wurden. Die wenigen in Afrika zurückgebliebenen verloren sichunter der röm. und maurischen Bevölkerung.
Vandamme (Dominique Zos.), Graf von Hüneburg, General des fcanz. Kaiser-reichs, wurde am 5. Nov. 1771 zu Cassel im sranz. Departement du Nord geboren. Erdiente zuerst in einem Colonialregimcnte und kehrte 1789, beim Ausbruch der Revolution,nach Frankreich zurück. Im I. 1792 errichtete er eine unter dem Namen eimsseurs <iuNont-Osssel bekannte Freischar, an deren Spitze er sich so auszcichnete, daß er im folgendenJahre schon zumBrigadegeneralbei der Nordarmee emporstieg. Jm Oct. 1793 nahm er miteinem kleinen Corps Furnes und entsetzte zu gleicher Zeit Nieuport. So außerordentlicheTapferkeit bewies er auch 1795 bei der Sambre- und Maasarmee unter Jourdan. Jn>folgenden Jahre befehligte er bei der Rheinarmee eine Colonne der Division Duhesme, dieunter dem Feuer der Östreicher den Lech überschritt. Beim Angriffe auf die Höhen vonFriedberg nahm er dem Feinde l 6 Kanonen und vertrieb denselben aus der Stellung. Nachdem berühmten Rückzuge Moreau's, im I. 1796, eroberte V. die feindlichen Vcrschan-znngen vor Kehl und an der Brücke vonHüningen. Bei Eröffnung des Feldzugs von 1797befehligte er den Vortrapp und unterstützte wesentlich den Rheinübergang. Nach dem Frie-den von Campo Formio blieb er lange in Unthätigkeit, bis er im Febr. 1799 mit dem Rangeeines Divisionsgencrals den Befehl über den linken Flügel der Armee an der Donau erhielt.Indessen wurde er alsbald zur Verthcidigung der nordwestlichen Küsten zurückgerufen unddann zur gallo-batavischen Armee geschickt. Im I. 1800 überschritt er mit seiner Divisionden Rhein zwischen Stein und Schaffhausen und bethciligte sich an allen Ereignissen desFeldzugs. Nachdem er im folgenden Jahre in Graubündten gedient, erhielt er vom ErstenConsul das Commando der 16. Militairdivision. Im Feldzuge von 1805 zeichnete er sich inder Schlacht bei Austerlitz aus. Während des Kriegs von 1806 und 1807 mußte erSchlesien unterwerfen; Breslau brachte er durch Kapitulation in seine Gewalt. Im I.1809 befehligte er die würtemberg. Division, mit der er an der Brücke von Linz drei östr.Kolonnen warf. In den folgenden Jahren wurde V. als Jnspector der gesammtcn Cavalerieverwendet. Bei Eröffnung des russ. Feldzugs von >812 überwarf er sich mit dem KönigeHieronymus und blieb deshalb ohne Anstellung. Erst zu Anfänge desJ. 1813 erhielt eranfangs das Commando in Westfalen, dann in Niedersachsen. Wie gewöhnlich befleckte ersich auch diesmal durch Härte, Erpressung und Vernachlässigung der Mannszucht. InBremen verurtheilte er, als Präsident des Kriegsgerichts, zwei edle deutsche Männer, Ludw.von Berger (s. d.) und von Fink, zum Tode und ließ dieselben erschießen, wiewol der öffent-liche Ankläger nur auf Gefängnis angetragen hatte. Während Napoleon im Aug. 1813 dieVorbereitungen zur Schlacht bei Dresden traf, schickte er V. am 25. mit einem Corps von30000 M. nach Böhmen, wo er dem über das Erzgebirge zurückweichenden Feinde in denRücken und die Flanke fallen sollte. V. griff zwar, nachdem Napoleon am 27. Aug. beiDresden gesiegt hatte, die Verbündeten an, wurde jedoch, in Folge der Unthätigkeit vonSeiten Napoleon's, bei Kulm (s. d.) umzingelt und mußte sich am 30.Aug. mit 10000M.