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Valentin! Valentinkanus I. (röm. Kaiser) 563
vonjüd. Altern geboren, besuchte von 1822—28 das Magdalenäum und von >828—32die Universität seiner Vaterstadt, von welcher er >832 die medicinische Doctorwürde erhielt.Seit > 833 praktischer Arzt in Breslau, machte er sich bald durch gehaltreiche Schriften so be-kannt, daß er >836 zu seinem gegenwärtigen Amte berufen wurde. Besonders eng hatte ersich an Purkinje (s.d.) angeschloffen und sich dessen Scharfsinn in der physiologischen Un-tersuchung angeeignet, sowie auch Beide vereint die Schrift „De pbaeilomeno generali etlumlamenlsli motns vi0rslori8 cvntinui" (Bresl. >835) Herausgaben. Von V.'s übri-gen Werken sind besonders zu erwähnen „Handbuch der Entwickelungsgeschichte" (Berl.1835); „De sunetionibus nervornm cerebrslinin et nervi «^mpatinci libri cinstuor"(Bern 1839); „Lehrbuch der Physiologie des Menschen" (2 Bde., Braunschw. >835; 2.Aufl., 1817 sg.) und „Grundriß der Physiologie desMenschen"(Braunschw. 1836; 2. Aust.,183 7). Auch gibt er seit 1836 das „Repertorium für Anatomie und Physiologie" heraus.
Valentin! (Georg Wilh., Freiherr von), militairischer Schriftsteller, geb. zu Berlinam 21. Aug. 1775, erhielt seine Bildung im dafigen Cadettenhause und wohnte in seinem>8. Jahre dem Feldzuge am Rhein bei. Im I. >863 wurde er Quartiermeisterlieutenantund Stabscapitain und nach dem Frieden von 1807 Major; 1809 trat er aber in östr.Dienste, wo er als Adjutant des nachmaligen Königs der Niederlande Wilhelm den Feld-zug mitmachtc. Nach Beendigung desselben verließ er wieder die östr. Dienste, und > 810 ,beim Ausbruch des Kriegs der Russen gegen die Türken, nahm er bei den Erster» Diensteund wurde zum Oberstlieutcnant befördert. Im I. 1811 trat er in gleichem Range wiederbei der preuß. Armee ein. In dem Freiheitskriege von 1813— 15 wohnte er unter Bülowder Schlacht bei Leipzig und dem Feldzüge in Holland bei. In Frankreich war er Chef desGeneralstabs bei Jork, in welcher Eigenschaft er auch den Feldzug von 1815 unter Bülowmitmachte, nach dessen Beendigung er Cvmmandant der Festung Glogau wurde*. Im I.>823 zum Generallicutenant ernannt und seit >828 Generalinspector des Militairunter-richts- und Bildungswesens der preuß. Armee, starb er zu Berlin am 6. Aug. > 833. Ano-nym ließ er erscheinen „Erinnerungen eines alten preuß. Offiziers aus den Jahren 1792—93". Seine Hauptwerke aber sind die „Abhandlung überden Kleinen Krieg"(Berl.1810; 6. Aust., 1833) und „Die Lehre vom Kriege" (3 Bde., Berl. >810 fg.; Bd. 1und 2, 2. Aust., 1833, und Bd. 3, 3. Aust., 1833). Auch schrieb er „Versuch einer Ge-schichte des Feldzugs von > 809" (Berl. 1812).
Valentinianus l., röm. Kaiser vom 26.Febr.303 — I7.Nov.375 n.Chr., aus Pan-nonien gebürtig, wurde zu Nicäa nach dem Tode des Jovianuß vom Heere zum Beherrscher desReichs erwählt, dessen östliche Hälfte er seinem, ihm an Tüchtigkeit weit nachstehenden Bru-der Valens (s.d.) übertrug, während er selbst den Westen von Mailand aus regierte.V. war ein kräftiger Mensch, als Krieger und Feldherr ausgezeichnet, nicht ohne Bildung,für die er auch durch Einrichtung von Schulen in mehren Städten des Reichs sorgte, aufstrenge Gerechtigkeit bedacht, aber durch Zornwuth oft zu wilder Grausamkeit hingerissen,seiner Athanasianischen Geistlichkeit nicht unterthänig, duldsam gegen Andersgläubige. DieGrenzen am Rhein und der Donau suchte er durch Befestigungen zu sichern; er schlug dieAlemannen aus Gallien heraus und siegte, wenn auch ohne dauernden Erfolg, über sie inihrem Lande bciSolicinium (Schwetzingen) imJ. 368. Britannien wurde von seinem treff-lichen Feldherrn Theodosius, dem Vater des nachmaligen Kaisers, gegen die Picken undScoken gesichert, von demselben auch in Afrika der Aufstand des maurischen FürstenFirmus unterdrückt. In dem Kriege gegen die Quaden traf den V. zu Bregetium (un-weit Komorn) in Pannonien, als er eine Friedensgesandtschaft derselben empfing, derTod im I. 375. — Ihm folgte sein schon im I. 365 von ihm als Augustus zum Mitregen-ten erhobener älterer Sohn Gratianus, der seinen vierjährigen Halbbruder Valenkinia-nus 11., den Sohn der Justina, zum andern Augustus im Occident erhob. Als GratianusvonMaximus in Gallien imJ. 383 ermordet worden war, sicherte der Kaiser Theodo-sius I. (s. d.), der V.'s Schwester Galla heirathete, diesem den Besitz von Italien undAfrika, und setzte ihn, als Maximus ihn dennoch im I. 387 vertrieb, nach dessen Besiegungim I. 388 wieder ein. Im I. 392 aber wurde er von dem Franken Arbogast, seinem Hcer-
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