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im J. >841 Espartero zu stürzen suchten. Allein der Anschlag, den er im Oct. dieses Jahresvon Gibraltar aus zur Wegnahme und Jnsurgirung von Cadiz machte, mislang und ermußte sich nach Paris ins Exil begeben. Hier gehörte er als eines der Häupter der Mvde-radospartei zur Camarilla der vertriebenen Königin Christin«. Er war, wenn auch nicht dieSeele, doch der eifrigste Beförderer ihrer Plane, wozu ihn sein entschlossener, energischerCharakter, trotz der ihm eigenen wilden Tollköpfigkeit und seiner eigensinnigen Sonderbar-keiten, ganz geeignet machte. Im I. 184 2 begab er sich zur bessern Leitung der christinischenUmtriebe nach Perpignan. Bei der >843 unternommenen Jnsurgirung Spaniens gegenEspartero war er es vorzüglich, der das Gelingen derselben und die Vertreibung Espar-rero's hcrbciführte, was ihm den Titel eines Herzogs vonValencia und die Granden-würde erster Claffe verschaffte, sowie er es nach der Rückkehr der Königin Christin« war,welcher an der Spitze der Camarilla derselben stand und durch seine kräftige Hand alleRegungen der Progressisten und Ayacuchos niedcrzuhalten wußte, bis sein Ministerium imFebr. 1846 gestürzt wurde. (S. Spanien.) Seit dieser Zeit trat er in den Hintergrund,und cs schien sogar, als ob die Spannung, in die er, besonders, wie es hieß, wegen der Ver-mählung der Königin Jsabella, mit der Königin Chrisiina gerathen war, ihn ihrer Sache ent-fremdet und der Gegenpartei genähert habe. Doch schien es dem Ministerium Pachccofür gerathen, den seiner Sache gefährlichen Mann, obschon er sich scheinbar thcilnahmloSverhielt, aus Madrid zu entfernen, und man gab ihm deshalb im Mai 1847 die Stelle alsspan. Botschafter in Paris. Kaum war er hier angekommen, so söhnte er sich mit der Köni-gin Christina aus. Er ist gegenwärtig der Hauptleitcr der Ränke, welche gegen die KöniginJsabella und deren Negierung von Seiten ihrer Mutter und dem Könige Ludwig Philippangesponnen werden.
Valenciennes, Stadt und Festung an derSchelde, im franz. Departement des Nor-dens, hat eine starke, von Vauban erbaute Citadelle, die wie die Stadt mehre Belagerun-gen ausgehalten hat. Sie hat 21000 E., ein großes Armen- und Waisenhaus für 800 Kin-der, und insbesondere Battistfabriken, welche sonst die feinsten Waaren lieferten und jährlichgegen zehn Mill. Francs ausführtcn, jetzt aber sehr gesunken sind. Außerdem gibt cs daselbstwichtige Spitzenfabriken.
Valengin, s. Neuenburg.
ValenS, röm. Kaiser, wurde von seinem Bruder Valentinian l. (s. d.) am 28.März 364 n. Chr. zum Mitrcgenten erhoben und der Osten seiner Herrschaft untergeben,um die er mit Procopius, einem Verwandten des Julianus, der im I. 365 zu Konstantino-pel während des Kaisers Abwesenheit den Z)urpur annahm, kämpfen mußte. Procopiuswurde im I. 366 beiThyatira und Nikosia inKleinasien überwunden und hingerichtet; überdie Hülfe aber, die ihm der westgoth. Fürst Athanarich gesendet hatte, kam es mit diesem367 zum Krieg, der durch den Vertrag im I. 369 endete. Auch mit dem pers. König Sa-pores hatte V. Streitigkeiten wegen des Besitzes von Armenien und Jberien, die ein Ver-gleich endete, als, nachdem im I. 375 durch den Andrang der Hunnen das Reich derGothenunter Ermanrich zertrümmert worden war, große Scharen der Lehtern auf röm. Bodenflüchteten und dort in Niedermösien Sitze begehrten. Sie wurden ihnen gewährt; die Härteaber und die schmuzige Habsucht, mit der die röm. Beamten bei ihrer Ansiedelung, nament-lich im Verkauf der Lebensmittel, gegen sie verfuhren, brachte sie zur Empörung und rau-bend und plündernd durchzogen sie Thrazien und Makedonien, ohne daß die Feldherren desV. etwas gegen sie vermochten. Im I. 378 zog dieser selbst aus Asien gegen sie; ohne dieAnkunft des Heers abzuwarten, das sein Neffe, der Kaiser Eratianus, vom Westen her zuHülfe führte, ließ er doch den goth. Scharen Zeit, sich zu vereinigen, und nahm am 9. Aug.378 bei Adrianopel eine Schlacht an, die mit seinem Tode und einer fürchterlichen Nie-derlage der Römer endete. (S. Gothen.) Als Regent hatte V. sich nachlässig undhabsüchtig gezeigt, der Druck der Steuern war unter ihm gesteigert worden; die Anhängerdes Athanasianischen, katholischen Glaubens sowie die Heiden verfolgte er als eifriger Aria-ner mit großer Grausamkeit.
Valentin (Gabr. Gust.), Professor der Physiologie an der Universität zu Bern,einer der berühmtesten Physiologen der Gegenwart, wurde am 8. Juli 1810 zu Breslau